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Königsteiner Woche vom 30.9.2004

"Königsteiner Woche" vom 30.9.2004:

Partnerschaft zwischen Königstein und Kórnik auf gutem Weg

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Nach einem ersten Besuch des Vorstands des neu gegründeten Partnerschaftsvereins in der polnischen Stadt Kórnik sind die Weichen für eine künftige Städtepartnerschaft gestellt. Die Königsteiner Delegation unter Leitung des Vorsitzenden Klaus Schwope wurde von Bürgermeister Jerzy Lechnerowski herzlich und erwartungsvoll begrüßt. Für den dreitägigen Aufenthalt war ein reichhaltiges Programm vorbereitet. Neben den Informations- und Sondierungsgesprächen mit Vertretern des Stadtrates und der Verwaltung der Stadt Kórnik kam es zu Begegnungen mit den ortsansässigen Schulen und mit der katholischen Kirche, die vor Ort ein Monopol hat. Eine Besichtigung des Wasserschlosses in Kórnik mit seiner reichhaltigen Bücher- und Handschriftensammlung, mit seiner ursprünglichen Zimmereinrichtung und hervorragenden Möblierung, ferner ein Sparziergang durch den Park mit seinen dreitausend verschiedenen Bäumen und Gewächsen (Arboretum) und schließlich ein Besuch in der nahe gelegenen Stadt Posen, in der die Geschichte Polens ihren Ausgang nahm, rundeten das Besuchsprogramm ab.

Bei den Sondierungsgesprächen kam deutlich zum Ausdruck, dass im Rahmen einer künftigen Städtepartnerschaft vielfältige Kontakte und Begegnungen gewünscht und erhofft werden. Im schulischen Bereich wäre ein Austausch von Schülern und Lehrkräften möglich, zumal Deutsch als Fremdsprache einen hohen Stellenwert hat. Auf Vereinsebene bieten sich Verbindungen auf sportlichem und musikalischem Gebiet an. Die Kirchengemeinden können mit ihren Chören, mit Gemeinde- und Jugendgruppen kooperieren. Es soll jetzt in Königstein sondiert werden, welche Möglichkeiten und welche Bereitschaft für eine Zusammenarbeit mit Partnern in Kórnik bestehen.

Die polnische Partnerstadt hat ein großzügig angelegtes Freizeitzentrum, an einem der umliegenden Seen gelegen, in dem Königsteiner Gruppen oder Besucher kostengünstig untergebracht werden können. Für Mai 2005 ist ein erstes Treffen in Kórnik geplant, an dem neben den Mitgliedern des Partnerschaftsvereins auch weitere Interessenten teilnehmen können. In dieser Zeit wird das Fest der „Weißen Dame“ gefeiert, das jährlich viele tausend Besucher anzieht.

Der Gegenbesuch einer Delegation aus Kórnik in Königstein wird Anfang November stattfinden. Dann sollen den polnischen Gästen die Vorzüge unserer Stadt und unserer Umgebung gezeigt werden, was sicherlich zu einer weiteren Intensivierung der beiderseitigen Beziehungen führen wird.

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Taunus-Zeitung vom 6.11.2004

Taunus-Zeitung vom 6.11.2004:

Kórnik könnte zur Kurstadt passen

Von Sabine Henrichs

Le Cannet, Le Mêle, Königstein in Sachsen - die drei Königsteiner Partnerstädte könnten in naher Zukunft Zuwachs bekommen. Eine fünfköpfige Delegation aus der westpolnischen Stadt Kórnik prüfte jetzt beim Besuch im Taunus die Möglichkeiten einer Städtepartnerschaft.
"Gerade in der gegenwärtigen Zeit und mit Blick auf die dramatische Geschichte der Beziehung zwischen Polen und Deutschland ist es besonders wichtig, solch eine Verbindung aufzubauen", betonte Bürgermeister Siegfried Fricke (CDU) am Donnerstag beim Empfang der kleinen Delegation, die zum Gegenbesuch in Königstein weilte, nachdem der Vorstand des Königsteiner Partnerschaftsvereins bereits im September in Polen zu Gast war.
Bürgermeister Fricke erinnerte daran, dass Königstein über die Verbindung nach Le Cannet und Le Mêle bereits jahrzehntelange Erfahrung mit Städtepartnerschaften habe und deren Vorteile sehr wohl zu schätzen wisse. "Diese Verbindungen haben dazu beigetragen, Grenzen abzubauen", so Fricke. Auf ein freundschaftliches Zusammenwirken hofft auch Slawomir Hinc, Mitarbeiter der Stadt Kórnik, der Bürgermeister Fricke einen Brief seines polnischen Amtskollegen überreichte. "Wir freuen uns über eine Kooperation, die sich sicherlich nicht nur auf einen städtepartnerschaftlichen Rahmen beschränkt, sondern die sich auch auf Schulen und Vereine ausweiten wird", so Hinc. Vor allem die Jugendlichen der polnischen Stadt, die rund 22 Kilometer von Posen entfernt liegt, würden gespannt auf die weitere Entwicklung einer Städtepartnerschaft blicken, da diese gerade nach dem EU-Beitritt neue Zukunftsmöglichkeiten biete.
Auch Stadtverordnetenvorsteher Alexander Freiherr von Bethmann (FDP) würde eine neue Partnerschaft grundsätzlich für gut und nützlich erachten, vor allem auf Grund der wechselvollen Beziehungen der beiden Länder in den vergangenen Jahrzehnten. "Wir könnten so eine friedliche Nachbarschaft zwischen den Bürgern der beiden Städte aufbauen, die über die Jahre hinweg weiterhin wachsen kann", meinte Bethmann.
Den Gedanken der Verständigung möchte Klaus Schwope, der Vorsitzende des Partnerschaftvereins der Städte Königstein-Kórnik, in alle Bevölkerungsschichten tragen. "Durch einen engen freundschaftlichen Kontakt können wir eine breite Basis an Möglichkeiten wahrnehmen" berichtete Schwope. So gebe es bereits Gespräche mit weiteren Königsteiner Vereinen, die daran interessiert seien, sich aktiv in die Städtepartnerschaft einzuklinken. Eine konkrete Idee hat der Mandolinenclub. Er möchte im Mai kommenden Jahres zum "Fest der weißen Dame", einer Veranstaltung ähnlich dem Königsteiner Burgfest, nach Kórnik fahren und dort ein Konzert geben. "Wir wollen die Kontakte nicht nur formell knüpfen, sondern die Freundschaft lebendig gestalten, so dass irgendwann eine offizielle Städtepartnerschaft daraus wird", betonte Schwope. -
Für Bürgermeister Fricke ist die Verankerung der Partnerschaft in der Bevölkerung eine wichtige Voraussetzung, sollte die Städtepartnerschaft Realität werden. Eine solche Verbindung könne nicht von der Verwaltung getragen werden, das übersteige die finanziellen und personellen Möglichkeiten der Stadt. "Die Verbindung zu Kórnik muss von den Bürgern gewollt und getragen werden. Wenn das läuft, werden wir uns seitens der Stadt sicher nicht verschließen", unterstrich der Königsteiner Rathauschef. Grundsätzlich gehe der Gedanke an eine Partnerschaft mit einer osteuropäischen Stadt in die richtige Richtung. Fricke: "Kórnik ist sicherlich eine sehr interessante Stadt und ich freue mich, dass diese Tür jetzt geöffnet wird." (shs)

Deutsch-polnischer Schüleraustausch als Basis der Partnerschaft

Königstein. Eine Städtepartnerschaft ist eine Sache, die jede Generation angehen muss, wenn sie Erfolg haben soll. In diesem Sinn hat die polnische Delegation bei ihrem Besuch in der Kurstadt erste Verbindungen zur Königsteiner Taunusschule geknüpft. Nachdem es bereits einen langjährigen Austausch mit Schülern aus den französischen Partnerstädten gibt, könnte nun auch auch ein deutsch-polnischer Austausch eingefädelt werden.
Beide Seiten waren sich des großen Wertes eines Schüleraustausches bewusst und beschlossen, mit ihren Schulen in einen engeren Kontakt zu treten. "Wir sind motiviert, solch eine Verbindung in unser Schulprogramm aufzunehmen", meinte Gerhard Brähler, Leiter der Taunusschule. Schließlich bringe ein Austausch nicht nur einen sprachlichen Gewinn, sondern bringe die Schüler zudem in ihrer persönlichen Entwicklung voran. "Durch einen Aufenthalt in einem anderen Land wird der Blick für unterschiedliche Perspektiven geschärft. Zudem könnte es gerade für Schüler aus dem nicht gerade armen Hochtaunus sehr reizvoll sein, mal etwas andere Lebensumstände kennen zu lernen", ergänzte Brähler.
Da in der Taunusschule jedoch kein Polnischunterricht angeboten wird und in Kórnik das Erlernen der deutschen Sprache nicht Pflicht ist, könnte sich die Kommunikation zwischen den Schülern wohl zunächst vor allem auf die englische Sprache beschränken. Vielleicht wecke der Besuch beim Nachbarn allerdings auch das Interesse, die Sprache des anderen abseits des Klassenzimmers zu erlernen. "Durch solch einen Austausch wird die Sprechfähigkeit unheimlich verbessert. Zudem sind die Schüler anschließend sehr motiviert, ihre Sprachkenntnisse auszuweiten", berichtete der Schulleiter. Auch Dr. Philipp Wiesehöfer, stellvertretender Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, lobte den sehr regen Informationsaustausch und freute sich über die konstruktiven Ideen, die bei dem Gespräch entstanden sind. "Durch den Austausch mit einer polnischen Schule könnten endlich all die Vorurteile abgebaut werden, die noch immer in den Köpfen mancher Menschen herumspuken", meinte Wiesehöfer. (shs)

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Taunus-Zeitung vom 4.12.2004

Taunus-Zeitung vom 4.12.2004:

Besuch bei der "Weißen Dame"

Von Sabine Henrichs

Königstein. Die mögliche Städtepartnerschaft zwischen Königstein und der westpolnischen Stadt Kórnik nimmt immer konkretere Formen an. Anlässlich eines Adventstreffens, zu dem der Königsteiner Partnerschaftsverein eingeladen hatte, zog Vorsitzender Klaus Schwope denn auch eine durchaus erfreuliche Zwischenbilanz.
Hatten in den ersten Monaten zunächst nur die eigentlichen Initiatoren wie Schwope oder Dr. Philipp Wiesehöfer den Kontakt nach Kornik gehalten, so nehmen nun auch immer mehr Vereine Verbindung untereinander auf. Bereits für April kommenden Jahres plane ein Chor aus Kornik ein Gastspiel in Königstein, dem zum Burgfest eine 55-köpfige Delegation aus Polen folgen könnte. "Viele Sportvereine und auch der Schützenverein aus Kornik haben angekündigt, unser Burgfest besuchen und vielleicht sogar den Festumzug bereichern zu wollen", berichtete der Vereinschef.
Schülerbegegnungen und Fußballturniere seien ebenfalls in der Planung. Eine internationale Begegnung der Jugendlichen aus den Königsteiner Partnerstädten möchte der Verein im Rahmen des Weltjugendtags in Köln im nächsten August ermöglichen. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden auf ihrer Durchreise auch zahlreiche Jugendliche in Königstein übernachten. «Es wäre schön, wenn sich die Jugendlichen aus der französischen Partnerstadt Le Cannet sowie aus Kornik in Königstein treffen könnten, um anschließend gemeinsam nach Köln zu fahren», überlegte Schwope.
Ein großes Ereignis steht dem Königsteiner Verein im kommenden Jahr mit dem geplanten Besuch beim «Fest der Weißen Dame» in Kornik bevor. Die Veranstaltung ist mit dem Königsteiner Burgfest vergleichbar und zieht über drei Tage durch Theater, Musik und Volksfestatmosphäre zahlreiche Besucher an. Gemeinsam mit dem Mandolinenorchester, das in Kornik zwei Konzerte geben möchte, will der Verein mit rund 55 Personen das Fest vom 26. bis 30. Mai besuchen. "Wir werden in Ferienwohnungen untergebracht sein und natürlich kann sich jeder interessierte Bürger dieser Reise anschließen", betonte Schwope.
Anschließend berichteten zwei in Polen geborene Vereinsmitglieder über die Weihnachtsbräuche ihrer Heimat. Dabei erfuhren die Anwesenden, dass die Wohnungen nicht mit Gestecken verschönert werden. Auch Weihnachtsfeiern sind in Polen unbekannt. "Der Advent ist eine stille und besinnliche Zeit, mit der wir uns auf Weihnachten vorbereiten. Vom vorweihnachtlichen Rummel wie in Deutschland bleiben wir zum Glück verschont", erklärte eine gebürtige Polin lachend.
Weitere Informationen zum Partnerschaftsverein gibt es bei Klaus Schwope unter Telefon 06174-4997.

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Königsteiner Woche vom 02.06.2005:

Mandolinenclub Falkenstein besuchte Kórnik


Die Einladung zu dieser Reise kam vom Partnerschaftsverein der Städte Königstein und Kórnik e.V. und der Stadt Kórnik. Am Morgen des Fronleichnamtages brachen zwei Busse aus Falkenstein und Königstein in Richtung Westpolen auf. Begleitet von über 20 Angehörigen und Freunden konnten die Mandoliner drei Tage lang polnische Gastfreundschaft genießen.
Den Falkensteinern wurde mit einer Führung durch das örtliche Wasserschloss und den umgebenden Park Einblick in die Geschichte der Region gewährt. Das Schloss beeindruckt durch den sorgfältig erhaltenen Zustand der Möbel und Kunstwerke. Es beherbergt eine der größten Sammlungen von Büchern und Handschriften des Landes. Auch der Schlosspark besticht durch eine unglaubliche Vielfalt an Bäumen und Pflanzen, die liebevoll gepflegt und präsentiert werden.
Als ebenso interessant erwies sich die Besichtigung des Observatoriums, das in Zusammenarbeit mit der polnischen Akademie der Wissenschaften betrieben wird. Es dient der Beobachtung von Satelliten im Rahmen eines mit 40 weiteren Observatorien weltweit abgestimmten Programms. Basierend auf der exakten Zeitmessung aus einer eigens entwickelten und vor Ort betriebenen Atomuhr wird von hier aus mittels Lasermessung der Abstand von Satelliten zur Erde bis auf wenige Millimeter genau bestimmt. Nebenbei werden auch präzise Messdaten über Entfernungen auf der Erdkugel ermittelt und weltweit ausgetauscht. Selbstverständlich gehörte auch ein Besuch in Posen, einer geschichtsträchtigen, für die Entwicklung des Landes Polen wichtigen Stadt, zum Besuchsprogramm. Beeindruckend, wie sich hier inmitten zahlreicher historischer Bauwerke ein lebendiges Nebeneinander von Einheimischen und Touristen verbindet.
Aber schließlich waren die Falkensteiner Mandoliner auch nach Kórnik gereist, um ein Stück ihrer heimatlichen Tradition zu präsentieren. Dazu gab es Gelegenheit zunächst am Samstagabend bei einem Konzert in der Pfarrkirche vor über 200 Zuhörern. Am Sonntag konnte das Orchester dann zwei Stücke zur Gestaltung einer Messe beitragen, bevor es am Nachmittag auf einer schattigen Wiese des idyllischen Schlossparks noch einmal die Zuhörer in seinen Bann zog. Für die meisten der Zuhörer war es die erste Begegnung mit einem Zupforchester. Die begeisterten Reaktionen des Publikums zeigten einmal mehr, wie gut sich mit Hilfe der Musik sprachliche Hürden überwinden lassen. Die nächste Gelegenheit, das Orchester auch bei uns wieder zu hören, bietet sich den Freunden der Zupfmusik am 16. Juni. Der Mandolinenclub Falkenstein spielt dann um 19.30 Uhr in der Seniorenwohnanlage Rosenhof, Am Weißen Berg 7, in Schönberg. Zu diesem Konzert sind auch Zuhörer von außerhalb des Rosenhofs herzlich willkommen.

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Königsteiner Woche vom 24.6.2006

Königsteiner Woche vom 24.06.2005:

Kórnik-Reise: Meilenstein auf dem Weg zur Partnerschaft

Königstein/Kórnik - Der erste Besuch einer Königsteiner Gruppe in der künftigen polnischen Partnerstadt Kórnik war ebenso erlebnisreich wie erfolgreich. Nicht nur, dass im Rahmen eines vielfältigen Programms sichtbar wurde, welche Schätze auf den Gebieten der Kultur und Wissenschaft und welch eine beeindruckende Landschaft mit Seen, Wald und Flur die Stadt und ihr Umfeld zu bieten haben; darüber hinaus konnten die Begegnungen mit den Vertretern der Stadt und mit der Bevölkerung dazu beitragen, dass der Partnerschaftsgedanke auf beiden Seiten vertieft wurde.
Bürgermeister Lechnerowski empfing die Königsteiner Gruppe im Beisein des Parlamentsvorsitzenden und Kulturreferenten. Er stellte Kórnik vor als eine prosperierende Stadt im Großraum Posen. Investoren aus dem In- und Ausland sorgten für ein wirtschaftlich gutes Klima, was den Menschen und auch dem kommunalen Haushalt zum Vorteil gereiche. Augenfällig waren die vielen neuen Häuser, das gepflegte Straßenbild und die großzügigen Anlagen der Feuerwehr und des jüngst gegründeten Tennisvereins. Mit seinen ausgeprägten Erholungsgebieten und in unmittelbarer Nähe zur historischen Geburtsstadt des polnischen Staates hat Kórnik als künftiger Partner Königsteins viel zu bieten, stellte Lechnerowski nachdrücklich fest.
Das zeigte sich auch bei den nachfolgenden Besuchen im Observatorium und internationalen Astronomiezentrum, das weltweit mit allen wichtigen Beobachtungsstationen zusammenarbeitet, und im Schloss von Kórnik, das der polnischen Akademie der Wissenschaften angeschlossen ist. Weitere Höhepunkte auf dem Besuchsprogramm waren Führungen durch das Arbore tum mit seinen mehr als 2.500 verschiedenen Bäumen und Sträuchern, in dem 150 Vogelarten heimisch sind, und in der alten Königsund Hansestadt Posen mit ihrem prächtigen Dom und ihrem schönen historischen Zentrum. Daneben kam es zu vielen persönlichen Begegnungen während der Freizeit und im Rahmen gemeinsamer Abendtreffen, wo auch zu einem Wiedersehen mit dem Chor erfolgte, der in Königstein mit seinem Konzert einen so hervorragenden Eindruck hinterlassen hatte. Der Erfolg des Besuchs in Kórnik war in ganz beonderer Weise auch der Beteiligung des Falkensteiner Mandolinenclubs zu verdanken, der auf Einladung des Königsteiner Partnerschaftsvereins an der Fahrt nach Kórnik teilgenommen und sich dort musikalisch bestens präsentiert hat. Für Polen ist ein Musikprogramm, dargeboten von einem erweiterten Mandolinenorchester, völlig unbekannt.. Umso erfreulicher war es, welche Resonanz und welche Begeisterung ein Konzert in der katholischen Pfarrkirche und ein weiteres im Schlosspark hervorgerufen haben. Darüber hinaus haben die Mandoliner den Sonntagsgottesdienst musikalisch mit gestaltet, was mit dazu beigetragen hat, dass Königstein als neue Partnerstadt den Menschen in Kórnik auf sympathische Weise nahegebracht wurde. Auf Einladung des Königsteiner Partnerschaftsvereins wird eine große Delegation aus Kórnik zusammen mit dem Bürgermeister und weiteren Vertretern der Stadt am Burgfest-Wochenende zu einem Gegenbesuch nach Königstein kommen. Dazu wird ebenfalls ein vielfältiges Programm vorbereitet, so dass unsere polnischen Gäste am Ende sagen werden können: Königstein war eine Reise wert.

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Taunus-Zeitung vom 11.07.2005

Taunus-Zeitung vom 11.07.2005:

Europäische Freunde huldigen Marijke I. beim Mini-Gipfel auf dem Rathausplatz

Königstein. Die Kurstadt ist reich an Geschichten und Geschichte. Und es kommen immer wieder neue hinzu - so auch am Samstagnachmittag. Da schrieb ein "echtes Königsteiner Mädchen», dessen Familie bereits in vierter Generation in der Altstadt lebt, die Stadt- und Burgfesthistorie weiter. Umringt von einer Vielzahl neugieriger Zuschauer nahm Burgfräulein Marijke I. den Schlüssel des Rathauses von Bürgermeister Siegfried Fricke (CDU) entgegen. Nicht nur Fricke, sondern auch Stadtverordnetenvorsteher Alexander von Bethmann (FDP) wünschten "Ihrer Lieblichkeit" ein "gnädiges Händchen während ihrer Regentenzeit".
Der Besitz von Rathausschlüssel und Macht sind unweigerlich miteinander verbunden. Das wird sich auch mit dem Beginn des Regiments Marijkes I, nicht ändern. "Wer die Macht hat, darf auch bestimmen", betonte das Burgfräulein und votierte nicht nur für ein gütliches und heiteres Burgfest, sondern verkündete sogleich den Burgfrieden für die traditionsreiche Veranstaltung. Bevor Marijke I. zusammen mit ihrem Hofstaat und Gefolge unter den Klängen der Musik- und Showband des Fanfarencorps zum Alten Rathaus gezogen war, hatte "Schultheis" Fricke zum traditionellen Empfang auf den Rathausplatz geladen. Unter den vielen geladenen Gästen und schaulustigen Bürgern, die das Ereignis ein wenig abseits verfolgten, blitzten immer wieder elegante Kleider aus Samt und glänzender Seide hervor. Vor allem für die Burgfräuleins der vergangenen Jahre bot der Empfang die Möglichkeit, gemeinsam in Erinnerungen an ihre eigene Amtszeit zu schwelgen. Diese wunderschönen Erlebnisse stehen Marijke I. alle noch bevor. Nach einer alten Tradition nahm sie an diesem Nachmittag neben dem Schlüssel für das Rathaus auch eine "Wegzehr" entgegen, "auf dass das Kleid nachher noch passt", wie Fricke schmunzelnd betonte.
Mit begeistertem Handgeklapper wurde nicht nur Dr. Hildegard Gräfin von Stolberg-Rossla, deren Familie bereits zum 40. Mal die Schirmherrschaft für das Burgfest übernommen hat und deshalb liebevoll "Fürstin" genannt wird, begrüßt. Auch die Freunde aus der französischen Partnerstadt Le Cannet hatten die Einladung zum Burgfest wieder einmal sehr gern angenommen. Für François Aigrot, den Vorsitzenden des französischen Partnerschaftskomitees, birgt das Burgfest auch Erinnerungen an seine Kindheit. "Als die Partnerschaft vor 33 Jahren begonnen hat, habe ich zum ersten Mal am Burgfest teilgenommen. Seitdem sind wir jedes Jahr zu dieser schönen Veranstaltung wiedergekommen", so Aigrot.
Am Beginn einer derart langen Tradition steht eine Abordnung aus der wohl angehenden polnischen Partnerstadt Kornik. Zum ersten Mal wurden sie "Zeugen dieses sehr schönen Fests", wie Jerzy Lechnerowski, Bürgermeister von Kornik, freudig berichtete. So wurde der Empfang auf dem Rathausplatz nicht nur der erste von vielen zukünftigen Auftritten für das neue Burgfräulein Marijke I., sondern auch zu einem "kleinen beschaulichen Gipfeltreffen Europas", wie Brigitte Oswald-Mazurek, Präsidentin des Burgvereins, verkündete. (shs)

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Pressemitteilung vom 13.07.2005:

Kórnik zu Gast in Königstein

Von Dr. Philipp Wiesehöfer

Repräsentanten der künftigen polnischen Partnerstadt Kórnik unter Leitung von Bürgermeister Lechnerowski waren am Burgfestwochenende zu Besuch in Königstein. Für die Delegation war ein intensives Programm vorbereitet worden, das sowohl Erlebnischarakter hatte als auch der Vertiefung persönlicher Kontakte dienen sollte. Darüberhinaus kam es zu Kontaktgesprächen, bei denen Möglichkeiten künftiger Kooperationen sondiert wurden.
Die Teilnahme am Burgfest hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und inspirierte die polnischen Gäste dazu, ihr eigenes "Fest der weißen Dame" neu auszurichten. So war die Inthronisation des neuen Burgfräuleins Anregung, künftig eine "weiße Dame" zu küren. Die einzelnen Programmpunkte wie der Bürgermeisterempfang vor dem Rathaus, der durch die Anwesenheit der Vertreter des französischen Partnervereins europäisches Flair bekam, die Zeremonie der Schlüsselübergabe, der historische Festzug mit den schönen traditionellen Kleidern und die Anwesenheit der Grafenfamilie wurden von den geschichtsbewussten Polen mit großer Bewunderung zur Kenntnis genommen. Und nicht zuletzt wurde auf der Burg bis tief in die Nacht hinein mitgefeiert.
Parallel zum Burgfestgeschehen fanden bilaterale Gespräche mit der Königsteiner Grundschule, der Feuerwehr, mit "Kirche in Not" und mit weiteren Vereinsvertretern statt, die darauf ausgerichtet waren, nach der formellen Besiegelung der neuen Partnerschaft eine möglichst vielseitige Zusammenarbeit zu praktizieren.
Bei der Besichtigung des Bad Homburger Schlosses und bei Stadtführungen in Königstein und Frankfurt erhielten die Besucher aus Kórnik Einblicke in Geschichte und Gegenwart unserer Stadt und ihrer Umgebung. Dabei wurde deutlich, dass beide künftigen Partnerstädte gleichermaßen ein attraktives Angebot an Sehenswürdigkeiten, an Landschaft und an geschichts- und kulturträchtigen Orten zu bieten haben.
Die Mitglieder des Königsteiner Partnervereins begleiteten ihre Gäste durch das Programm und luden sie auch zu privaten Treffen zu sich nachhause ein. Dadurch wurden die persönlichen Beziehungen vertieft und neue Freundschaften begründet. Beim Abschied waren sich alle einig, dass die künftige Städtepartnerschaft zwischen Königstein und Kórnik bereits jetzt auf einem guten Fundament sich entwickeln kann.

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Taunus-Zeitung vom 23.07.2005

Taunus-Zeitung vom 23.07.2005:

Parlament sagt Ja zu Kornik

Königstein. Die Kurstadt soll eine fünfte Partnerstadt bekommen. Einstimmig fällte das Königsteiner Stadtparlament am Donnerstagabend den Beschluss, in entsprechende Verhandlungen mit der polnischen Stadt Kornik einzutreten. Klaus Schwope (CDU), Magistratsmitglied und einer der geistigen Väter der neuen Freundschaft, hatte in einem Redebeitrag vor der Abstimmung noch einmal darauf hingewiesen, wie wichtig eine Städtepartnerschaft sei, um mögliche Ressentiments abzubauen und Europa zu festigen. Als Keimzellen des Staates sei es an den Kommunen, das Fundament für die Versöhnung zu bilden, betonte Schwope.
So wie die Generation der Eltern in den 50er- und 60er-Jahren daran gearbeitet hätten, die alte Gegnerschaft mit Frankreich zu beenden, sei es jetzt an der Zeit, den Ausgleich mit dem direkten Nachbarn im Osten voranzutreiben. Schließlich bildeten Deutsche, Franzosen und Polen gemeinsam das Herz von Europa.
Mit Kornik, so Schwope, habe die Stadt zudem einen echten Glücksgriff getan. Es gebe einige Ähnlichkeiten zwischen beiden Kommunen und auch auf der zwischenmenschlichen Ebene gebe es bereits erste viel versprechende Berührungspunkte. Dies habe der jüngste Besuch einer großen polnischen Delegation beim Burgfest deutlich gemacht.
"Der Partnerschaftsverein hat noch einiges vor sich, dabei wünschen wir ihm viel Glück und eine gesunde und gute Entwicklung", betonte Dr. Reinhard Siepenkort (CDU). Als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Königstein-Le Cannet weiß der stellvertretende Fraktionschef der Union aus eigener Erfahrung, was es heißt eine Städtepartnerschaft mit Leben zu füllen. In das fraktionsübergreifende Ja zur Verschwisterung mischte sich denn auch der Wunsch, dass die neue Partnerschaft von der Bevölkerung getragen werden müsse. Nur dann habe die Freundschaft eine Chance zu wachsen. Aktuell bilden 30 Mitglieder den Stamm des noch jungen Partnerschaftsvereins Königstein-Kornik. Angefangen hatte der Verein im Sommer 2004 mit 9 Mitgliedern. (sj)

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Pressemitteilung vom 10.10.2005:

Städtepartnerschaft zwischen Königstein und Kórnik besiegelt

Von Dr. Philipp Wiesehöfer

Die deutsch-polnische Nachbarschaft ist wieder um eine neue offizielle Beziehung intensiviert und bereichert worden. Nach einjähriger Vorbereitungszeit unterzeichneten die Bürgermeister Jerzy Lechnerowski und Siegfried Fricke in einem festlichen Rahmen auf Schloß Kórnik den Vertrag über die Städtepartnerschaft im Beisein der beiden Stadtverordnetenvorsteher, Herrn Marziniak und Herrn von Bethmann. Auf polnischer Seite waren Vertreter des Stadtparlaments und der Verwaltung bei dem Festakt anwesend. Aus Königstein nahmen der Vorstand des Partnerschaftvereins mit Magistratsmitglied Klaus Schwope und Frau Reuter als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung sowie Herr Lenartz vom Jugend- und Sozialamt teil.
In seinem Grußwort hob Bürgermeister Lechnerowski die große Bereitschaft beider Seiten hervor, die Städte Königstein und Kórnik partnerschaftlich zu verbinden. Nach ersten Kontakten seien sehr schnell vertrauensvolle und freundschaftliche Beziehungen entstanden, die eine stabile Basis für eine künftige Zusammenarbeit gewährleisten würden. Es käme jetzt darauf an, die Kontakte zu erweitern. Dazu böten sich an, Begegnungen auf den Gebieten der Kultur, des Sports und des Jugendaustausches zu initiieren und darüber hinaus die Menschen beider Städte zusammenzuführen, um den Vertrag mit Leben zu füllen. Er erinnerte daran, dass bereits erste Schritte getan seien. So habe der Chor "Castellum cantans" in Königstein ein erfolgreiches Konzert gegeben. Ebenso habe der Mandolinenclub Falkenstein in Kórnik zwei hervorragende musikalische Darbietungen präsentiert. Ebenso hätten bereits Gespräche zwischen den Schulen, der Feuerwehr und der Tennisclubs stattgefunden. Und schließlich habe die Teilnahme einer Delegation aus Kórnik am Burgfest gezeigt, dass man gemeinsam feiern könne. Bei all diesen Begegnungen seien bereits persönliche und freundschaftliche Kontakte entstanden.
In seiner Erwiderung wies Bürgermeister Fricke darauf hin, dass in Deutschland die Bereitschaft zur Versöhnung mit den Nachbarländern nach den schrecklichen Ereignissen des 2. Weltkrieges ein besonderes Anliegen sei. Nachdem mit Frankreich bereits zwei langjährige Städtepartnerschaften zu freundschaftlichen Kontakten geführt hätten, sei es jetzt an der Zeit, auch mit Polen einen gemeinsamen Weg persönlicher Verbundenheit einzuschlagen. Fricke betonte, er sei sicher, dass die neue deutsch-polnische Partnerschaft dazu ein einen hervorragenden Beitrag leisten werde. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Herr Fricke seinem Amtskollegen Lechnerowski eine Schiefertafel mit dem Königsteiner Wappen. Als Gegengabe wurde ein Bildband über Polen überreicht, der dazu beitragen soll, das Nachbarland besser kennenzulernen.. Bürgermeister Lechnerowski stellte in Aussicht, dass in der Kassettendecke des Festsaales im Schloß Kórnik das Wappen der Stadt Königstein angebracht werde.
Auf dem Besuchsprogramm im Anschluß an die Unterzeichnung standen ein gemeinsamer Besuch der Oper in Posen mit einer Aufführung von Verdis Rigoletto und eine Besichtigung von Schloß Rogalin, das einst der berühmten Familie Raczynski gehörte.
Bei gemeinsamen Besprechungen wurden künftige Programmvorhaben besprochen und die nächsten Begegnungen vereinbart. So treffen sich noch in diesem Monat eine Gruppe aus Königstein und aus Kórnik in Berlin. Ferner wird eine Delegation aus Kórnik am Königsteiner Weihnachtsmarkt teilnehmen. Im kommenden Jahr stehen die beiden Stadtfeste, das "Fest der weißen Dame" und das Burgfest, schon fest im Kalender. Darüber hinaus ist ein Fußballturnier geplant, und es sollen erste Begegnungen zwischen den Schulen und der Feuerwehr organisiert werden. Weitere kulturelle Veranstaltungen sollen die Verbindungen der neuen Partnerstädte sichtbar zum Ausdruck bringen. Anfang Dezember wird eine offizielle Delegation aus Kórnik mit Bürgermeister Lechnerowski an der Spitze nach Königstein kommen, um den Partnerschaftsvertrag zu beurkunden. Auch dafür werden ein festlicher Rahmen und ein attraktives Begleitprogramm vorbereitet.

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Taunus-Zeitung vom 30.11.2005

Taunus-Zeitung vom 30.11.2005:

Vertrag mit Kórnik wird unterzeichnet

Von Sabine Henrichs

Königstein. Mit den westlichen Nachbarn verbindet sie bereits eine gute Freundschaft, wie die regelmäßigen Besuche aus Le Cannet und Le Mêle zeigen. Im Zuge des weiteren Zusammenwachsens der europäischen Staaten und Völker sollen die freundschaftlichen Beziehungen nun auch zu den östlichen Nachbarn ausgebaut werden.
Nachdem der Partnerschaftsvertrag mit Kórnik bereits Anfang Oktober in der polnischen Stadt unterschrieben wurde, soll die Freundschaft nun auch in Königstein offiziell besiegelt werden. In Anwesenheit einer Delegation aus Kórnik wird der Vertrag am kommenden Freitag um 18 Uhr in einer Feierstunde im katholischen Gemeindezentrum unterzeichnet werden. Auch der Hessische Justizminister Jürgen Banzer, Landtagsabgeordnete Brigitte Kölsch, Mitglieder des Magistrats sowie die Ortsvorsteher Königsteins haben ihr Kommen zugesagt. "Wir hoffen, dass wir auch mit unserem größten östlichen Nachbarn eine ebenso gute Freundschaft aufbauen werden wie mit unseren französischen Partnerstädten", so Bürgermeister Siegfried Fricke.
Der Prozess der Entwicklung der Partnerschaft geht vor allem auf das Engagement des im August 2004 gegründeten Partnerschaftsvereins Königstein-Kórnik zurück. Die Verbindung zwischen beiden Städten stellte Elzbieta Sobótka her, die polnische Generalkonsulin für Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Nicht zu Unrecht bezeichnet sie sich selbst schmunzelnd als "Taufpatin" der Partnerschaft.
Durch rege Aktivitäten macht der Verein auf sich aufmerksam, so dass die Mitgliederzahl von 9 auf inzwischen 34 angewachsen ist. Zu einem ersten Besuch in Polen brachen einige Vereinsmitglieder zusammen mit dem Mandolinenclub im vergangenen Mai anläßlich des "Festes der weißen Dame" auf. Im Gegenzug feierten die Kórniker beim Burgfest in Königstein mit und bestätigten ihr musikalisches Können bei einem Auftritt eines Kórniker Chores in der katholischen Kirche St. Marien. Erst vor wenigen Wochen haben sich beide Seiten in Berlin getroffen und dabei unter anderem den Reichstag und die polnische Botschaft besucht. Ein Wiedersehen steht am morgigen Donnerstag an, wenn eine 15-köpfige Delegation aus Kórnik, darunter Bürgermeister Jerzy Lechnerowski, zur Vertragsunterzeichnung sowie zum Eintrag in das Goldene Buch der Stadt nach Königstein kommt.
Für den weiteren Aufenthalt der Gruppe bis kommenden Montag wurde ein abwechslungsreiches Programm gestaltet, das unter anderem eine Tour durch Mainz und Frankfurt sowie den Besuch des Konzerts des Polizeichors in der Frankfurter Alten Oper vorsieht. Ein Höhepunkt wird sicherlich die Teilnahme am Königsteiner Weihnachtsmarkt sein, wenn der Partnerschaftsverein erstmals mit einem eigenen Stand auf dem Rathausplatz vertreten sein wird. Außer polnischer Wurst gibt es dort auch reichlich Informationsmaterial, mit dem auf die nun insgesamt dritte Städtepartnerschaft Königsteins aufmerksam gemacht werden soll. Mit kleinen weiteren Schritten soll diese Freundschaft nun weiter ausgebaut werden. Unter anderem ist auch der Aufbau eines Schulaustauschs angedacht. "Wir sind froh, dass die Partnerschaft sehr schnell auf den Weg gebracht wurde, noch dazu im deutsch-polnischen Jahr, das durch den Bundespräsidenten ausgerufen wurde", strahlte Klaus Schwope, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins.

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Königsteiner Woche vom 1.12.2005

Königsteiner Woche vom 1.12.2005:

Königstein und Kórnik - viele kleine Schritte hin zur Partnerschaft

Königstein (el) - Am morgigen Freitag ist es so weit: die Städtepartnerschaft zwischen Königstein und dem polnischen Kórnik wird im Rahmen eines Festaktes um 18 Uhr im katholischen Gemeindezentrum besiegelt. Zur Feierstunde, in deren Rahmen der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet wird, wird auch eine 15-köpfige Delegation aus Kórnik erwartet. Darunter auch Elzbieta Sobotka, polnische Generalkonsulin, die als "Taufpatin" dieser Verschwisterung gilt. Als der ehemalige polnische Außenminister Vladislav Bartoczewski seinerzeit mit dem ersten Eugen-Kogon-Preis (für gelebte Demokratie) der Stadt Königstein ausgezeichnet wurde, ergriff Sobotka die Initiative. Ihre Anregung: Nachdem Königstein bereits zwei gefestigte Partnerschaften zu französischen Städten unterhält, sei es doch mal an der Zeit, Gespräche mit den östlichen Nachbarn zu führen. Auf Seiten der Königsteiner sorgten Stadtrat Klaus Schwope und Dr. Philipp Wiesehöfer dafür, dass das zarte Pflänzlein Partnerschaft wachsen konnte. Sie gründeten den Partnerschaftsverein Königstein - Kórnik, dessen Mitgliederzahl von neun auf 34 angewachsen ist. Klaus Schwope ist überzeugt davon, dass viele kleine Schritte, die man in Zukunft unternehmen werde, die Partnerschaft über die Jahre wachsen lassen werden. "Wichtig ist die Präsenz", formuliert Schwope und meint damit auch den Stand am Weihnachtsmarkt (Rathausplatz), an dem der Partnerschaftsverein mit vielen Informationen rund um die 16.000-Einwohner Stadt, 20 Kilometer südlich von Posen gelegen, aufwarten wird. Für Gaumenfreuden aus Polen werden die Gäste aus der Partnerstadt sorgen, die am heutigen Donnerstag mit dem Bus anreisen werden und dafür eine Fahrt von 800 Kilometern auf sich genommen haben. Zusammenwachsen heißt auch, die Kultur des jeweiligen Partnerlandes näher kennen lernen. Daher haben die Kurstädter ein umfangreiches Kulturprogramm für die Besucher auf die Beine gestellt. Geplant sind unter anderem eine Fahrt nach Frankfurt zum Senckenberg-Museum sowie ein Abstecher nach Mainz. Außerdem wird man das Weihnachtskonzert des Polizeichors in der Alten Oper besuchen. Auf die Vollziehung der Verschwisterung wurde 20 Monate lang gezielt hingearbeitet. Der Partnerschaftsverein wurde im August 2004 gegründet, dessen Mitglieder sich umgehend ans Kontakteknüpfen machten. "Erst vor drei Wochen haben wir uns mit den Polen in Berlin getroffen und unter anderem zusammen den Reichstag besucht", berichtet Schwope von großen und kleinen Schritten der Annäherung. Dies geschieht in einem Jahr, das offiziell von Bundespräsident Horst Köhler zum deutsch-polnischen Jahr erklärt wurde. Interessant ist auch, dass die Polen Partnerschaften mit deutschen Städten bevorzugen. 300 solcher Verschwisterungen gibt es bereits. "Nachdem die Einheit weitgehend bewältigt ist, kann der Blick jetzt auch in weitere Ferne gehen", so Bürgermeister Siegfried Fricke, für den es ebenfalls ein großer Moment sein wird, wenn der Partnerschaftsvertrag von ihm und seinem polnischen Amtskollegen Jerzy Lechnerowski unterzeichnet wird. Wenn dies geschieht, werden auch Vertreter aus den französischen Partnerstädten Le Mêle und Le Cannet anwesend sein, auch als Zeichen dafür, dass man jetzt ein neues Mitglied in diesen Kreis aufnimmt, in dem gegenseitige Besuche und kulturelle Begegnungen eine große Rolle spielen. Laut Magistratsmitglied Schwope ebenfalls in Vorbereitung: Schüleraustausch und Praktikumsvermittlung. "Die Schulen sind ein wichtiger Motor der Partnerschaft", stellte der Rathauschef fest. Eine Schule aus der Partnerstadt habe bereits signalisiert, dass sie an einer Schulpartnerschaft mit einer Könisteiner Einrichtung interessiert sei.

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Königsteiner Woche vom 8.12.2005

Königsteiner Woche vom 8.12.2005:

Nun kann die Freundschaft beginnen zu wachsen
Partnerschaftsvertrag zwischen Königstein und Kórnik unterzeichnet

Königstein (ton) - Nachdem Anfang Oktober der Partnerschaftsvertrag zwischen der polnischen Stadt Kórnik und Königstein in Polen bereits feierlich besiegelt worden war, erfolgte dieser Schritt nun auch am Freitag in Königstein. Im katholischen Gemeindezentrum trafen sich die offiziellen Vertreter beider Städte, um im Rahmen einer Feierstunde den Vertrag zu unterzeichnen. In Anwesenheit einer großen Delegation aus Polen, darunter Bürgermeister Jerzy Lechnerowski, Stadtverordnetenvorsteher Maciej Marciniak, Schuldirektoren, Vereinsvertreter und eines Journalisten der örtlichen Zeitung, sowie der polnischen General-Konsulin Elzbieta Sobótka, aber auch Vertreter der beiden französischen Partnerschaftsvereine aus Le Mêle und Le Cannet sowie zahlreicher Vertreter aller im Königsteiner Stadtparlament vertretenen Parteien und des Magistrats sprach Bürgermeister Siegfried Fricke einführende Worte.
Die guten Beziehungen zu Frankreich, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut hätten, und die daraus resultierenden Partnerschaften seinen Ansporn zu weiteren Freundschaftsbeziehungen auf kommunaler Ebene mit anderen Ländern gewesen. Vor 20 Jahren hätte man sich aber diese Entwicklung mit Gemeinden Osteuropas gar nicht vorstellen können. Die Öffnung des Ostens habe diese Freundschaft mit Kórnik ermöglicht, die nun langsam wachsen könne. "Dies ist ein denkwürdiger Tag", formulierte Fricke.
Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Klaus Schwope, warb dafür, mit dieser Städtepartnerschaft alte Missverständnisse in gemeinsame Hoffnungen zu verwandeln. Es gehe um Frieden und Versöhnung und um freundschaftliche Nachbarschaft. Beispiel Frankreich: Hier sei die Versöhnung mit dem ehemaligen Erbfeind geglückt. "Die gleiche Verständigungsarbeit liegt nun mit den östlichen Nachbarn vor uns", betonte Schwope. Freundschaftliche Kontakte könne man nicht befehlen. Dafür müsse man viele kleine Pflänzchen pflanzen, etwas in Gang setzen. Aber positive Anzeichen ließen sich schon erkennen. Denn aus einer Initiative von ehemals neun Mitstreitern sei nun ein Verein mit 39 Mitgliedern geworden - und dass innerhalb von nur 20 Monaten. General-Konsulin Elzbieta Sobótka, deren Amtszeit bald ende, fühle sich als Patin, denn über ihr Konsulat seien die ersten Kontakte entstanden. Es sei beglückend zu erleben, wie sich zwischen den beiden Völkern Normalität und sogar Freundschaft entwickele.
Bürgermeister Jerzy Lechnerowski sagte, dass er nie geglaubt hätte, dass es in einer solch kurzen Zeit zu einer offiziellen Partnerschaft hätte kommen können. Nach einer Stadt in Holland, sei Königstein die zweite Stadt, mit der man einen solchen Vertrag unterschrieben habe. "Ich freue mich sehr darüber, dass Menschen auf beiden Seiten daran gearbeitet haben", betonte er. Die erste Etappe sei nun geschafft, nun müsse man in die Praxis gehen und Menschen auf Vereinsebene und auch Jugendliche zusammen bringen. "Diese Partnerschaft wird nicht nur von den Bürgern Kórniks sehr herzlich unterstützt, sondern auch auf Landes- und Bundesebene", so der Bürgermeister, der abschließend erwähnte, dass Kórnik nur 816 Kilometer entfernt sei.
Der Partnerschaftsverein freut sich auf viele neue Mitglieder. Für die zweite Maihälfte nächsten Jahres ist wieder eine Reise nach Kórnik geplant, bei der auch die sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung besichtigt werden sollen.
Nähere Informationen mit vielen Fotos gibt es auch auf der Homepage des Partnerschaftsvereins: www.koenigstein-kornik.de.

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Pressemitteilung vom 15.12.2005:

Neuer Partnerschaftsverein zieht positive Bilanz
Königstein und Kurnik haben sich gesucht und gefunden


Von Dr. Philipp Wiesehöfer

Es herrschte eine freudige Stimmung, als sich die Mitglieder des neuen Königsteiner Partnerschaftsvereins zum letzten Mal im ablaufenden Jahr trafen. Alle waren sich einig, dass bereits jetzt neue Freundschaften zwischen Königstein und Kurnik entstanden sind. Damit ist ein weiterer Beitrag zur Festigung der deutsch-polnischen Beziehungen geleistet worden.
Seit der ersten Kontaktnahme zwischen beiden Städten im Herbst 2003 haben wechselseitige Begegnungen stattgefunden, bei denen die Delegationen ihre jeweilige Partnerstadt und deren Umgebung kennenlernen konnten. Der Chor "Castellum cantans" hat in Königstein, das Falkensteiner Mandolinenorchster hat in Kurnik ein begeistert aufgenommenes Konzert gegeben. Gemeinsam wurde das Burgfest gefeiert und ein politisches Programm in Berlin durchgeführt. Höhepunkte waren natürlich die beiden Festakte aus Anlaß der Vertragsunterzeichnung zur Besiegelung der Städtepartnerschaft in Kurnik und Königstein, nachdem die Parlamente beider Städte einstimmige dafür votiert hatten. Erfreulich auch, dass die schon lange bestehenden deutsch-französischen Partnerschaftsvereine die neue Städtepartnerschaft nicht nur uneingeschränkt begrüßt haben, sondern gute Chancen für eine Kooperation sehen.
Auf dem Königsteiner Weihnachtsmarkt hat sich der deutsch-polnische Partnerschaftsverein erstmalig öffentlich vorgestellt. Viele Besucher zeigten sich interessiert und ließen sich informieren. Einige neue Mitglieder konnten gewonnen werden. Das alles war Anlaß genug für den Vorsitzenden, Klaus Schwope, eine positive Bilanz zu ziehen und optimistisch in die Zukunft zu blicken., zumal die Mitglieder des Vereins allesamt mit großem Engagement beteiligt sind. Im Januar wird der Partnerschaftsverein Königstein-Kurnik sich in einem Schaufenster der Stadtbibliothek präsentieren. Für das kommenden Jahr ist bereits ein Begegnungsprogramm vereinbart.
Schon jetzt steht fest, dass vom 20. - 27. Mai 2006 eine Studienfahrt nach Polen stattfinden wird, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind. Diese führt zunächst nach Kurnik, wo wir am "Fest der weißen Dame" teilnehmen wollen. Von dort geht es weiter nach Krakau, der alten polnischen Hauptstadt, nach Auschwitz und Birkenau, wo wir an den Holokaust erinnert werden, nach Wadowice, dem Geburtsort des polnischen Papstes in den Beskiden, und weiter nach Tschenstochau, dem national-religiösen Zentrum Polens, nach Oppeln, wo eine Begegnung mit dem deutschen Kulturverein stattfindet, und schließlich nach Breslau, dem Zentrum Niederschlesiens.
Wer Kontakt aufnehmen und an der deutsch-polnischen Partnerschaft mitwirken möchte, wende sich an den Vorsitzenden, Klaus Schwope, Telefon 06174-4997, oder an Dr. Philipp Wiesehöfer, Telefon 06174-7953. Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter: www.koenigstein-kornik.de.

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Taunus-Zeitung vom 29.12.2005

Taunus-Zeitung vom 29.12.2005:

Partnerschaftsverein plant Polen-Reise

Königstein. Der Partnerschaftsverein Königstein-Kórnik blickt auf ein spannendes wie äußerst positives Jahr zurück. Mit der schriftlichen Fixierung der Städtepartnerschaft zwischen der Kurstadt und den neuen Freunden aus Polen im Oktober und Dezember hat der Verein - schneller als von vielen gedacht - sein großes Ziel erreicht. Jetzt gilt es, die neue Partnerschaft mit Leben zu füllen. Eine von mehreren Aktionen, die diesem neuen Ziel dienen sollen, ist eine Studienfahrt nach Polen.
Im Rahmen dieser Begegnungsfahrt lädt der Partnerschaftsverein Interessierte vom 20. bis 27. Mai zu einer Reise zu den östlichen Nachbarn ein. Die Fahrt führt zunächst zur neuen Partnerstadt Kórnik und zum "Fest der weißen Dame". Anschließend geht es weiter in die alte polnische Hauptstadt Krakau und zu den ehemaligen NS-Konzentrationslagern Auschwitz und Birkenau, wo die Teilnehmer der Opfer des Holocaust gedenken. Danach besuchen die Teilnehmer Wadowice, den Geburtsort des verstorbenen Papstes Johannes Paul II., und Tschenstochau, das national-religiöse Zentrum Polens. Zum Abschluss stehen deutsch-polnische Begegnungen in Oppeln und Breslau auf dem Programm. Interessierte können sich unter der Telefonnummer (06174) 4997 an den Vereinsvorsitzenden Klaus Schwope oder unter (06174) 7953 an Dr. Philipp Wiesehöfer wenden.
Nach Ansicht Wiesehöfers sind durch die neue Städtepartnerschaft bereits eine Reihe neuer Freundschaften entstanden. Damit sei ein Beitrag zur Festigung der deutsch-polnischen Beziehungen geleistet worden. Erste Kontakte zwischen Königstein und Kórnik waren im Herbst 2003 geknüpft worden. So hatte der Kórniker Chor "Castellum cantans" in Königstein ein Gastspiel gegeben. Im Gegenzug war danach zunächst das Falkensteiner Mandolinenorchester in Polen aufgetreten.
Auf dem Königsteiner Weihnachtsmarkt hatte sich der deutsch-polnische Partnerschaftsverein erstmalig öffentlich vorgestellt. Dabei erteilte er Auskünfte über seine Aktivitäten und konnte die Zahl seiner Mitglieder auf nunmehr 40 erhöhen. Im Januar will sich der Partnerschaftsverein Königstein-Kórnik in einem Schaufenster der Stadtbücherei weiter präsentieren. Weitere Informationen über den Verein gibt es im Internet unter http://www.koenigstein-kornik.de. (amc)

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FAZ vom 7.1.2006:


Im Mai nach Polen
Partnerschaft mit Kurnik soll belebt werden

bie. KÖNIGSTEIN. Der Partnerschaftsverein Königstein-Kurnik will die Kontakte in die neue polnische Partnerstadt, die 2005 von beiden Städten offiziell besiegelt worden ist, mit einer Reihe von Begegnungen beleben. Noch im Januar stellt der Verein seine Arbeit in einem Schaufenster der Stadtbücherei vor. Vom 20. bis 27. Mai steht eine Studienfahrt nach Polen auf dem Programm, die in Kurnik beginnt. Dort feiern die deutschen Besucher mit, wenn das „Fest der weißen Dame" begangen wird. Von Kurnik führt die Reise weiter zur alten Hauptstadt Krakau, zu den Konzentrationslagern Auschwitz und Birkenau und nach Wadowice, dem Geburtsort des polnischen Papstes Johannes Paul II. Auch das national-religiöse Zentrum Tschenstochau liegt auf der Route, ebenso Oppeln, wo eine Begegnung mit dem deutsch-polnischen Kultuiverein geplant ist, und schließlich Breslau. Die Kontakte nach Kurnik oder polnisch Körnik sind noch jung: Erst im Herbst 2003 gab es die ersten gegenseitigen Besuche. Seither hat unter anderem der polnische Chor „Castellum cantans" Königstein besucht, während das Falkensteiner Mandolinenorchester nach Posen gereist ist und ein Konzert gegeben hat. Auch das Burgfest sowie ein politisches Programm in Berlin waren Anlässe zum gegenseitigen Kennenlernen. Im vergangenen Jahr dann sprachen sich die Parlamente beider Städte einstimmig für die neue Partnerschaft aus. Zuletzt beim Königsteiner Weihnachtsmarkt hat der Partnerschaftsverein neue Mitglieder gewinnen können, weshalb sich der Vorsitzende Klaus Schwope zuversichtlich für die Zukunft äußerte. Erfreulich sei, daß die schon lange bestehenden deutschfranzösischen Partnerschaftsvereine die neue Verbindung begrüßt hätten und gute Chancen für eine Zusammenarbeit sähen. Zur Verschwisterung mit Polen gibt es unter der Adresse www.koenigsteinkornik.de auch Informationen im Internet.

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Pressemitteilung vom 16.01.2006:

Studienfahrt nach Polen

Von Dr. Philipp Wiesehöfer

Der Partnerschaftsverein Königstein-Kurnik lädt ein zu einer Studienfahrt nach Polen, die vom 20. bis zum 27. Mai 2006 stattfindet. Auf dem Programm steht zunächst ein Besuch in der Partnerstadt und eine Teilnahme an deren jährlichem "Fest der weißen Dame". Im Anschluß daran geht es über Kalisz, der ältesten Siedlung Polens, und Kielce in die erste Hauptstadt Krakau, dem Kulturzentrum und historischen Kleinod. Hier ist europäische Geschichte unmittelbar zu erleben: das alte königliche Wawel-Schloß, die Altstadt mit Bauwerken aus allen Kulturepochen, das jüdische Viertel sowie die erste Universität des Landes, an der Kopernikus studierte, und Schindlers kleine Emaillefabrik sind beredte Zeugnisse. Veit Stoß schuf hier seinen berühmten Marienaltar.

Von Krakau führt der Weg weiter nach Auschwitz und Birkenau, dem Symbol des Holokaust. Weitere Stationen sind Tschenstochau, das religiöse Zentrum Polens, der Annaberg und Oppeln, den oberschlesischen Zentren, wo eine Begegnung mit der deutschen Minderheit eingeplant ist. Zielpunkt ist Breslau, die wieder aufgebaute niederschlesische Hauptstadt mit ihrer deutschen, polnischen und jüdischen Geschichte, deren Spuren noch deutlich sichtbar sind.

Weitere Informationen sind zu erfahren bei dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, Klaus Schwope, Telefon 06174-4997, bei Dr. Philipp Wiesehöfer, Telefon 06174-7953, oder im Internet unter: www.koenigstein-kornik.de. Anmeldeschluß ist der 15. Februar 2006.

Pressemitteilung vom 08.06.2006:

Auf den Spuren polnischer Geschichte und Kultur

Studienreise des Partnerschaftsvereins zu unserem östlichen Nachbarn

Von Dr. Philipp Wiesehöfer


Aus Anlaß des "Festes der weißen Dame", das in der Königsteiner Partnerstadt Kurnik alljährlich mit einem vielseitigen Programm gefeiert wird, machte sich eine große Gruppe aus Mitgliedern des Partnerschaftsvereins und Interessierten auf den Weg zu unserem polnischen Nachbarn. Von Bürgermeister Lechnerowski und bereits alten Bekannten herzlich empfangen, gab Gelegenheit, ausgiebig miteinander zu feiern und die begonnenen Kontakte weiter zu vertiefen. Mit Bedauern musste Lechnerowski mitteilen, dass es noch nicht gelungen sei, ähnlich dem Königsteiner Burgfräulein eine "weiße Dame" zu küren. Diese Idee kam nämlich im Rahmen des Besuchs der polnischen Gäste beim letztjährigen Burgfest auf und soll nun weiter verfolgt werden.

Da Jugendliche aus Kurnik an dem Wettbewerb "Europa Jugendpreis" der Stadt Königstein teilgenommen und mehrere Preise gewonnen hatten, gab es eine schöne Gelegenheit, bei einem Empfang im Rathaus den Preisträgern ihre Urkunden und Präsente zu überreichen. Magistratsmitglied Klaus Schwope übernahm diese angenehme Aufgabe und dankte allen Beteiligten für ihre gelungenen Beiträge. Gleichzeitig konnte er darauf hinweisen, dass in diesem Jahr Begegnungen zwischen Jugendlichen beider Partnerstädte geplant seien, was ein wichtiges Anliegen der Partnerschaftsarbeit sei.

Im Anschluß an das Stadtfest stand ein intensives Kennenlernen polnischer Geschichte und Kultur auf dem Programm. Beides ist seit 1000 Jahren eng mit der deutsch-polnischen Nachbarschaft und mit der europäischen Tradition verbunden. In Posen, wo mit der Taufe Miesko I der polnische Staat im Jahre 966 seinen Anfang nahm, besuchte die Königsteiner Gruppe den Dom, in dessen Katakomben sich Reste vom Taufbecken und vom Grab des Staatengründers befinden, und anschließend die malerische Altstadt. Auf dem historischen Marktplatz steht neben dem Rathaus das Denkmal der "Bamberka", zur Erinnerung an den Zuzug von Bauernfamilien aus dem Raum Bamberg. Im Rahmen der Stadtführung wurde angesichts vieler historischer Gebäude und Ereignisse deutlich, wie sehr die Stadt eingebunden ist in den Kontext der europäischen Geschichte.

Das gilt in weit größerem Maße für die alte Königstadt Krakau, in der Veit Stoß und Nikolaus Kopernikus wirkten, die Stadt der Dichter und Künstler, die nicht zerstört wurde und daher eine fast 1000-jährige Tradition aufweist. Die Teilnehmer waren fasziniert von der Schönheit und vom Flair dieser Kulturmetropole. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des alten Judenviertels, in dem in den letzten Jahrzehnt allmählich wieder jüdisches Leben einkehrt und in dem man abends bei Klezmer-Musik eine besondere Atmosphäre genießen kann.

Weitere Stationen waren Tschenstochau und Oppeln, das religiöse Zentrum des katholischen Polens und der Mittelpunkt der noch verbliebenen deutschen Minderheit. Im Museum von Tschenstochau konnte die Gruppe erfahren, wie eng Staat und Kirche in Polen durch die Jahrhunderte und bis in die Gegenwart miteinander verknüpft sind. Einen tiefen Eindruck von der Religiosität des polnischen Volkes hinterließ der Gottesdienst vor dem berühmten Gnadenbild der "Schwarzen Madonna", der Schutzpatronin Polens.

In Oppeln kam es zu einer Begegnung mit Repräsentanten der deutschen Minderheit in Polen. Bei dem Gespräch wurde deutlich, dass bei aller Entspannung zwischen Deutschen und Polen immer noch ein Rest von historischer Belastung zu spüren ist. Ein besonderes Anliegen bleibt die Erhaltung und Förderung der deutschen Sprache. Hier wurde die Gruppe gebeten, Kinderbücher mit vielen Bildern zu sammeln, um vor allem den Kindern den Zugang zur deutschen Sprache zu erleichtern. So will der Partnerschaftsverein eine Sammelaktion starten, um diesem Wunsch nachzukommen.

Den Abschluß der Studienreise bildete ein Besuch in der niederschlesischen Hauptstadt Breslau. Vom Krieg weitgehend zerstört, zeigten sich den Teilnehmern die alte Dominsel und das Zentrum um das stilvolle Rathaus in neuem Glanz wiedererrichtet. Auf dem belebten Marktplatz schloß die Reisegruppe bei Wodka und Bier an einem lauen Frühlinsabend ihren Besuch in Polen ab. Bei allen Beteiligten blieb der Wunsch, im kommenden Jahr an einer weiteren Studienreise teilzunehmen, die dann in den Norden, nach Danzig und Masuren, führen soll. Wer sich an der Sammelaktion mit deutschen Kinderbüchern beteiligen möchte, melde sich bei Dr. Wiesehöfer unter der Telefonnummer: 06174 - 79 53.
PS: Bildmaterial entnehmen Sie bitte aus dem Internet unter: www.koenigstein-kornik.de
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Königsteiner Woche vom 15.06.2006

Königsteiner Woche vom 15.06.2006:

Auf den Spuren polnischer Geschichte und Kultur

Königstein - Anlässlich des "Festes der weißen Dame", das in der Königsteiner Partnerstadt Kurnik alljährlich mit einem vielseitigen Programm gefeiert wird, machte sich eine große Gruppe aus Mitgliedern des Partnerschaftsvereins und Interessierten auf den Weg zu unserem polnischen Nachbarn. Von Bürgermeister Lechnerowski und bereits alten Bekannten herzlich empfangen, gab es Gelegenheit, ausgiebig miteinander zu feiern und die begonnenen Kontakte weiter zu vertiefen. Mit Bedauern musste Lechnerowski mitteilen, dass es noch nicht gelungen sei, ähnlich dem Königsteiner Burgfräulein eine "weiße Dame" zu küren. Diese Idee kam nämlich im Rahmen des Besuchs der polnischen Gäste beim letztjährigen Burgfest auf und soll nun weiter verfolgt werden.

Da Jugendliche aus Kurnik an dem Wettbewerb "Europa Jugendpreis" der Stadt Königstein teilgenommen und mehrere Preise gewonnen hatten, gab es eine schöne Gelegenheit, bei einem Empfang im Rathaus den Preisträgern ihre Urkunden und Präsente zu überreichen. Magistratsmitglied Klaus Schwope übernahm diese angenehme Aufgabe und dankte allen Beteiligten für ihre gelungenen Beiträge. Gleichzeitig konnte er darauf hinweisen, dass in diesem Jahr Begegnungen zwischen Jugendlichen beider Partnerstädte geplant seien, was ein wichtiges Anliegen der Partnerschaftsarbeit sei.

Im Anschluss an das Stadtfest stand ein intensives Kennenlernen polnischer Geschichte und Kultur auf dem Programm. Beides ist seit 1.000 Jahren eng mit der deutsch-polnischen Nachbarschaft und mit der europäischen Tradition verbunden. In Posen, wo mit der Taufe Miesko I. der polnische Staat im Jahre 966 seinen Anfang nahm, besuchte die Königsteiner Gruppe den Dom, in dessen Katakomben sich Reste vom Taufbecken und vom Grab des Staatengründers befinden, und anschließend die malerische Altstadt. Auf dem historischen Marktplatz steht neben dem Rathaus das Denkmal der "Bamberka", zur Erinnerung an den Zuzug von Bauernfamilien aus dem Raum Bamberg. Im Rahmen der Stadtführung wurde angesichts vieler historischer Gebäude und Ereignisse deutlich, wie sehr die Stadt eingebunden ist in den Kontext der europäischen Geschichte.

Das gilt in weit größerem Maße für die alte Königstadt Krakau, in der Veit Stoß und Nikolaus Kopernikus wirkten, die Stadt der Dichter und Künstler, die nicht zerstört wurde und daher eine fast 1.000-jährige Tradition aufweist. Die Teilnehmer waren fasziniert von der Schönheit und vom Flair dieser Kulturmetropole. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des alten Judenviertels, in dem in den letzten Jahrzehnt allmählich wieder jüdisches Leben einkehrt und in dem man abends bei Klezmer-Musik eine besondere Atmosphäre genießen kann.

Weitere Stationen waren Tschenstochau und Oppeln, das religiöse Zentrum des katholischen Polens und der Mittelpunkt der noch verbliebenen deutschen Minderheit. Im Museum von Tschenstochau konnte die Gruppe erfahren, wie eng Staat und Kirche in Polen durch die Jahrhunderte und bis in die Gegenwart miteinander verknüpft sind. Einen tiefen Eindruck von der Religiosität des polnischen Volkes hinterließ der Gottesdienst vor dem berühmten Gnadenbild der "Schwarzen Madonna", der Schutzpatronin Polens.

In Oppeln kam es zu einer Begegnung mit Repräsentanten der deutschen Minderheit in Polen. Bei dem Gespräch wurde deutlich, dass bei aller Entspannung zwischen Deutschen und Polen immer noch ein Rest von historischer Belastung zu spüren ist. Ein besonderes Anliegen bleibt die Erhaltung und Förderung der deutschen Sprache. Hier wurde die Gruppe gebeten, Kinderbücher mit vielen Bildern zu sammeln, um vor allem den Kindern den Zugang zur deutschen Sprache zu erleichtern. So will der Partnerschaftsverein eine Sammelaktion starten, um diesem Wunsch nachzukommen.

Den Abschluss der Studienreise bildete ein Besuch in der niederschlesischen Hauptstadt Breslau. Vom Krieg weitgehend zerstört, zeigten sich den Teilnehmern die alte Dominsel und das Zentrum um das stilvolle Rathaus in neuem Glanz wiedererrichtet. Auf dem belebten Marktplatz schloss die Reisegruppe bei Wodka und Bier an einem lauen Frühlinsabend ihren Besuch in Polen ab. Bei allen Beteiligten blieb der Wunsch, im kommenden Jahr an einer weiteren Studienreise teilzunehmen, die dann in den Norden, nach Danzig und Masuren, führen soll.

Wer sich an der Sammelaktion mit deutschen Kinderbüchern beteiligen möchte, melde sich bei Dr. Wiesehöfer unter der Telefonnummer: 06174/7953.

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Taunus-Zeitung vom 9.11.2006

Taunus-Zeitung vom 9.11.2006:

Mit Mann in Straßburg

Königstein. Auf Einladung des Europa-Abgeordneten Thomas Mann besuchte der Partnerschaftsverein Königstein-Kórnik Straßburg. Auch vier Gäste aus Kórnik, darunter Halina Kalisz, die Direktorin des Kórniker Lyzeums, waren dabei. Die Gruppe wurde im Glaspalast des Europaparlaments empfangen und konnte danach, von der Besuchertribüne des Plenums aus, miterleben, wie in den vielen Sprachen der Mitgliedsländer im Europaparlament debattiert wurde. Über seine Aufgaben als Mitglied des Europäischen Parlaments referierte Mann im Anschluss und erläuterte die Tätigkeiten der verschiedenen Ausschüsse. Auch Besichtigungen standen auf dem Programm. So besuchte die Gruppe das ehemalige Kloster auf dem Mont Sainte Odile und fuhr über die Route du Vin zur Hohen Königsburg. (tzb)

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Taunus-Zeitung vom 15.01.2007

Taunus-Zeitung vom 15.01.2007:

Jugend soll Partnerschaft stützen

Königstein. Eine beeindruckende Entwicklung hat der Verein seit seiner Gründung im Jahr 2004 durchgemacht. Die Zahl der Mitglieder ist kontinuierlich auf derzeit 43 angestiegen, und mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen zählt der Verein zu den aktivsten in der Kurstadt.
Ein ereignisreiches und spannendes Jahr liegt vor dem Partnerschaftsverein der Städte Königstein und Kórnik. Wie der Vorsitzende Klaus Schwope berichtet, möchte der Verein in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Kooperation mit Jugendlichen setzen, damit jüngere Generationen die Städtepartnerschaft in die Zukunft tragen.
Wie bereits im vergangenen Jahr veranstaltet die Stadt Königstein auch in diesem Sommer wieder eine zweiwöchige Ferienfreizeit für Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren. Auch eine Gruppe polnischer Jugendlicher ist wieder eingeladen.
Weiterhin hat der Partnerschaftsverein Kontakte zwischen der Oberstufe in Kórnik sowie dem Taunusgymnasium hergestellt. "Eine Schulpartnerschaft ist im Entstehen. Zu einem ersten Besuch des Taunusgymnasiums kommt eine polnische Gruppe im Frühjahr", berichtet Schwope.
Auch gibt es inzwischen erste Kontakte zwischen dem Fußballverein Kórnik und dem FC Schneidhain. Beide Vereine planen für das kommende Jahr ein gemeinsames Fußballturnier.
Auch zahlreiche Aktionen sollen in den kommenden Monaten die Städtepartnerschaft beleben. Vom 12. bis 19. Mai steht eine Fahrt nach Kórnik zum "Fest der weißen Dame" an. Der Rückweg führt die Teilnehmer zudem über die Masuren und Danzig.
Zahlreiche polnische Freunde werden im Gegenzug zum Burgfest in Königstein erwartet. "Bei den Wahlen im November vergangenen Jahres hat es einige Umstrukturierungen im Stadtparlament von Kórnik gegeben. So hoffen wir, dass wir auch einige neue Politiker begrüßen können", erzählt Schwope von den Entwicklungen in der polnischen Partnerstadt.
Nach dem Besuch des Bundestags in Berlin sowie dem europäischen Parlament in Straßburg in den vergangenen beiden Jahren steht auch in diesem Jahr wieder ein Kurztrip in der zweiten Jahreshälfte an. Das Ziel steht allerdings noch nicht fest. Zur Auswahl stehen mit Genf und Brüssel auch wieder zwei Städte, die wichtige internationale Institutionen beherbergen. Weitere Informationen zum Partnerschaftsverein der Städte Königstein und Kórnik gibt es im Internet unter http://www.koenigstein-kornik.de. (shs)


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Taunus-Zeitung vom 9.2.2007

Taunus-Zeitung vom 9.2.2007:

Von Stettin bis nach Kórnik

Königstein. Masuren - das ist das Ziel einer Studienreise des Partnerschaftsvereins Königstein-Kórnik. Die Fahrt in die polnische Seenlandschaft dauert vom 19. bis zum 27. Mai. Die Anreise erfolgt per Bahn bis nach Stettin, wo das pommersche Schloss auf dem Besichtigungsprogramm steht. Von dort geht es entlang der Bernsteinküste nach Danzig. In der 1000-jährigen Stadt kommt es außer der Begegnung mit der deutsch-polnischen Geschichte auch zu einem Gespräch mit Solidarnosc-Vertretern der ersten Stunde.
Weiter geht es nach Frauenburg und nach Allenstein. Unterwegs steht die Marienburg, das frühere Zentrum des Deutschritterordens, der Wallfahrtsort "Heilige Linde" und "Die Wolfsschanze" auf dem Programm. Zielpunkt der Reise ist die Partnerstadt Kórnik, die zum jährlichen "Fest der weißen Dame" einlädt. Auf dem Weg dorthin werden die Städte Thorn und Gnesen besucht.
Die Reise steht unter der Leitung von Dr. Philipp Wiesehöfer und kostet 750 Euro im Doppelzimmer. Weitere Informationen sind unter http://www.koenigstein-kornik.de erhältlich. Anmeldungen gehen bis zum 25. Februar an den Vereinsvorsitzenden Klaus Schwope, der unter Telefon (0 61 74) 49 97 erreichbar ist. (tz)
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Königsteiner Woche vom 15.2.2007

Königsteiner Woche vom 15.2.2007:

Masuren-Studienfahrt des Partnerschaftsvereins

Königstein | Erneut lädt der Partnerschaftsverein Königstein-Kórnik zu einer Studienfahrt nach Polen ein. Vom 19. bis 27. Mai geht die Reise in die wunderschöne Seenlandschaft nach Masuren, die schon in alten ostpreußischen Zeiten für ihre kulturellen und landschaftlichen Reize berühmt war. Die Anreise erfolgt per Bahn bis Stettin, wo das pommersche Schloss auf dem Besichtigungsprogramm steht, und führt von dort entlang der Bernsteinküste nach Danzig. Auf dem Weg gibt es einen Stopp in Kartusz, dem Zentrum der kaschubischen Schweiz. Im 1000-jährigen Danzig kommt es neben der Begegnung mit der deutsch-polnischen Geschichte auch zu einem Gespräch mit Solidarnosc-Vertretern der ersten Stunde.
Auf den Spuren von Kopernikus, dem berühmten Astronomen, führt die Reise weiter nach Frauenburg und nach Allenstein. Unterwegs steht die Marienburg, das frühere Zentrum des Deutschritterordens, auf dem Programm. Von Allenstein werden Ausflüge zum Wallfahrtsort "Heilige Linde" und zum damaligen Hauptquartier Hitlers, "Die Wolfsschanze", unternommen. Und um die Landschaft genießen zu können, findet eine mehrstündige Bootsfahrt auf den masurischen Seen statt. Zielpunkt der Reise ist die Partnerstadt Kórnik, die zum jährlichen "Fest der weißen Dame" einlädt. Auf dem Weg dorthin werden die Städte Thorn, wo Kopernikus geboren wurde, und Gnesen, erster polnischer Bischofssitz mit dem Grab des heiligen Adalbert im gotischen Dom, besucht.
An den Festlichkeiten in Kurnik wird auch das Königsteiner Burgfräulein mit Gefolge teilnehmen und die Gelegenheit wahrnehmen, zum Burgfest nach Königstein einzuladen.
Die Reise steht unter der Leitung von Dr. Wiesehöfer, dem ehemaligen Direktor der Ostakademie, der vor Ort informiert über die Geschichte und Kultur der Region und einige interessante Begegnungen vorbereitet hat. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.koenigstein-kornik.de. Anmeldefrist ist der 25. Februar bei Klaus Schwope, Telefon 06174/4997, dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins.



Königsteiner Woche vom 15.2.2007

Königsteiner Woche vom 29.3.2007:

Besuch aus Ost und West im Taunusgymnasium

Königstein | "Hier ist es super", fassen Janina und Maria nach ein paar Tagen Aufenthalt ihre Eindrücke vom Besuch in der Partnerstadt zusammen. Dabei war der Weg nach Königstein kein leichter für die neunköpfige Schülergruppe aus dem polnischen Kórnik. Mit ihrer Deutschlehrerin Anna Lewicka-Maciejewska waren die jungen Leute nach 22-stündiger Busreise in Frankfurt eingetroffen. Unvorhersehbare Zwischenfälle und ein schwerer Unfall auf der Strecke hatten die Fahrtdauer erheblich verlängert und alle Termine für den ersten Aufenthaltstag mussten abgesagt werden, unter anderem auch der Empfang im Rathaus.
Die Strapazen traten allerdings in den Hintergrund, als die Schüler/innen abends erstmals ihre Austauschpartner vom Taunusgymnasium in einer Pizzeria trafen. "Ganz schnell war hier das Eis gebrochen und die Atmosphäre äußerst angenehm und entspannt", erzählt Heinz-Gerhard Halberstadt, der für das Programm und für die Organisation von schulischer Seite verantwortlich zeichnet. Gut ein Jahr nach Gründung der Partnerschaft zwischen Kórnik und Königstein, für die der Partnerschaftsverein unter Vorsitz von Stadtrat Klaus Schwope das Entscheidende geleistet hat, kamen nun erstmals neun Schüler/innen im Alter zwischen 17 und 18 Jahren in den Taunus, um vor Ort das deutsche Schulsystem kennen zu lernen, einen Eindruck von dem Land zu gewinnen, dessen Sprache sie seit fünf bis sechs Jahren als erste Fremdsprache lernen, und um neue Freunde zu finden. "Zu meiner Schulzeit fragten wir, als es um Europa ging, noch den Lehrer, ob wir die Ostblockstaaten auch mitlernen sollten. Wenn ich daran denke und jetzt sehe, wie selbstverständlich und offen die nachfolgende Generation miteinander umgeht, wird mir besonders deutlich, welche Strecke wir auf dem Weg der europäischen Verständigung zurückgelegt haben", sagt Geschichtslehrer Halberstadt. Die Freude darüber, gerade im europäischen Jubiläumsjahr eine Geschichtsstunde mit polnischen Gästen gestalten zu dürfen, ist ihm anzumerken. Bei der gemeinsamen Beantwortung von Fragen über Polen und Deutschland hätten die Jugendlichen eine Menge gelernt. "Die Partnerschaft zwischen unseren beiden Städten erhält durch diesen Schüleraustausch ein junges, frisches Gesicht", erklärt der Lehrer beim Gespräch mit Bürgermeister Leonhard Helm im Rathaus.
Ein Teil der Gruppe war in deutschen Familien untergebracht, ein anderer Teil wohnte im Haus der Begegnung. Vormittags nahmen die Jugendlichen am Unterricht im Taunusgymnasium teil, der Nachmittag stand für Ausflüge nach Frankfurt und Königstein zur Verfügung. Bei einem Abschiedsabend in der Schule zeigten die jungen Polen mit einem kleinen Programm ihre Weltoffenheit nicht zuletzt durch die Vorführung lateinamerikanischer Tänze.
Gleichzeitig mit den polnischen Gästen waren auch Schüler/innen aus Benet in Westfrankreich zu Gast. Dieser Kontakt besteht schon seit Jahren. Das kleine Collège St. Martin in der Vendée entsendet zwar nur wenige Schüler, ist aber ein außerordentlich gastfreundlicher Partner: Im Mai werden alle zwanzig Schüler/innen, die Französisch als erste Fremdsprache gewählt haben, in die kleine Stadt bei Niort fahren können.
Und im nächsten Jahr wird es vielleicht ein deutsch-polnisch-französisches Jugendtreffen in Königstein geben. Lehrer und Schüler des Taunusgymnasiums freuen sich darauf.
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Königsteiner Woche vom 14.6.2007

Königsteiner Woche vom 14.6.2007:

Partnerschaftsverein besucht "Weiße Dame"

Königstein - Regelmäßig seit Gründung des Vereins vor drei Jahren ist der Partnerschaftsverein Königstein-Kórnik zu Besuch in der polnischen Partnerstadt. So war man auch an diesem Pfingstwochenende wieder zu Gast in Kórnik.
Bereits eine Woche vorher hatten sich 27 Mitglieder und Gäste mit dem Zug nach Stettin auf den Weg gemacht, um die Ostseestädte Stettin, Kolberg, Danzig und Frauenburg zu besuchen. Frauenburg, das heute 20 Kilometer vor der russischen Exklave Königsberg liegt, war nicht nur wegen des langjährigen Wirkens von Nikolaus Kopernikus interessant, sondern für Königsteiner besonders wegen der Tatsache, dass der Bischof Maximilian Kaller von hier aus das Bistum Ermland 15 Jahre geleitet hat, bis er durch die Vertreibung nach Königstein kam und auf dem Friedhof hinter der Marienkirche seine letzte Ruhe fand.
Das Fest der "Weißen Dame" wurde erstmals mit der Wahl derselben aus dem Kreis der Kórniker jungen Schönen eröffnet, ein neuer Brauch, den der Bürgermeister von Kórnik, Jerzy Lechnerowski, von seinem Besuch unseres Burgfestes übernommen hat.
Selbstverständlich durfte dabei unser Burgfräulein Annika 1, nicht fehlen, das, begleitet von der Hofdame Caroline, mit der Weißen Dame ein Trio von Charme und Anmut darstellte. Auch Bürgermeister Leonhard Helm nutzte dieses Fest zum Antrittsbesuch in unserer Partnerstadt. Die Bürgermeister wurden dann - in Begleitung der drei Schönen - in einer Kutsche durch den Ort gefahren, eskortiert von einer Reiterstaffel mit historischen polnischen Kavallerieuniformen. Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Klaus Schwope, konnte mit seinen Vorstandskollegen und den Spitzen der Kórniker Verwaltung weitere Begegnungen und gemeinsame Veranstaltungen der beiden Partner Königstein und Kórnik vereinbaren. So wird wieder eine Delegation aus Kórnik zum Burgfest erwartet, wobei die Weiße Dame natürlich nicht fehlen darf.
Insgesamt befinde sich der Verein, so Schwope, in seinem zweiten Jahr nach der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden auf einem guten, erfolgreichen Weg. Weitere Informationen erteilt Herr Schwope, Tel. 06174/4997 oder im Internet unter www.Koenigstein-Komik.de.
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Königsteiner Woche vom 13.12.2007

Königsteiner Woche vom 13.12.2007:

Austausch mit Kórnik jetzt auch auf Schulebene

Nachdem im März eine Gruppe polnischer Schüler/innen mit ihrer Deutschlehrerin die Stadt Königstein und das Taunusgymnasium besucht hatte, machten sich nun auch Taunusschüler/innen auf den Weg nach Osten und lernten eine Woche lang das Lyceum Ogolnoksztalcacym und das Leben in der Partnerstadt Kórnik kennen. Die Schüler/innen und ihr Lehrer kehrten gleichermaßen begeistert zurück von ihrer Exkursion. "Die Aufnahme in den polnischen Familien war überaus herzlich", schwärmt der Organisator und begleitende Geschichtslehrer Halberstadt. "Zwar kannten unsere Schüler die gastgebenden polnischen Austauschpartner schon vom Märzbesuch her, aber es gab keine genauen Vorstellungen davon, wie die Aufnahme in der polnischen Gastfamilie sein würde, wie es mit der Verständigung klappen würde und mit welchen Unterschieden in der Lebensweise man zu rechnen hatte."
Indessen prägten von Anfang an gemeinsame Unternehmungen die Reise, deren fassbares Ergebnis unter anderem eine von deutschen und polnischen Schülern zusammen erarbeitete Präsentation des Projektes war. Da die Fahrt an einem Wochenende begann, konnte die deutsch-polnische Gruppe gleich zu einer Besichtigung des Archäologie-Parks in Biskupin starten, um sich dann nach Gnesen und Posen an den Ursprung der gemeinsamen christlichen Identität zu begeben. Im Gnesener Dom nahm die Gruppe an einem Gottesdienst teil.
Am Montag begann die Arbeit in der Schule: Die Schüler/innen erstellten in drei Sprachen eine Präsentation ihres jeweiligen Lebensumfeldes. Im Rahmen dieses kooperativen Projektes befragten die Jugendlichen unter anderem auch den Bürgermeister von Kórnik und stellten das Ergebnis ihrer Arbeit an einem Nachmittag im Lyzeum Lehrern, Schülern und geladenen Gästen vor. Künftige polnische Austauschschüler konnten sich so bereits ein Bild von dem machen, was sie im kommenden Jahr erwartet.
Am Abend feierte die Gruppe ein stimmungsvolles Grillfest mit Gesang und Gitarrenspiel, zu dem auch die Schulleiterin und Vertreter der Stadt kamen.
An den vier Tagen des Aufenthaltes begleitete ein Vertreter der örtlichen Presse die Gruppe, der zugleich Vorsitzender des Partnerschaftsvereins ist und das gelungene Projekt bei der Leserschaft des kleinen Städtchens bekannt machte. Heinz-Gerhard Halberstadt freut sich über den Verlauf der Reise: "Wir haben nun nicht nur Kontakte zu den wichtigen Akteuren der Schule, sondern auch zu den beiden Vereinen in Königstein und Kórnik, was für die Nachhaltigkeit des Austauschs von großer Bedeutung ist." Natürlich freut er sich als Powi- und Geschichtslehrer auch, dass die Schüler den Unterricht mit ganz persönlichen Erfahrungen bereichern können und dass ihr Polenbild viel mehr Nuancen gewonnen hat und wünscht sich aus diesen Gründen eine Fortsetzung des Austauschs im nächsten Jahr. Dank gebührt für den erfolgreichen Start dem Partnerschaftsverein Königstein - Kórnik für seine Unterstützung und seine großzügige Spende. Sie ist eine Investition in die Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen.


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Taunus-Zeitung vom 30.1.2008

Taunus-Zeitung vom 30.1.2008:

Freundschaft mit Kórnik auf gutem Weg

Von Angela Kauer
Königstein. Seit 2005 zählt neben Le Mêle sur Sarthe, Le Cannet-Rocheville und Königstein in Sachsen die westpolnische Kleinstadt Kórnik zu den Partnerstädten Königsteins. "In dieser Zeit sind zwischen beiden Städten hervorragende Kontakte und sogar Freundschaften entstanden", berichtet Klaus Schwope, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Königstein - Kórnik. Damit das so bleibt, hat der Verein auch für das Jahr 2008 zahlreiche Aktionen geplant.
"Von März bis Dezember geht es bei uns rund", freut sich Schwope auf das abwechslungsreiche Programm. Los geht es am Samstag, 8. März. Eine Schülergruppe des Kórniker Lyzeums hat ihren Besuch angekündigt. Die Oberstufenschüler übernachten bei gleichaltrigen Eleven des Taunusgymnasiums und bleiben sechs Tage in Königstein. Der Gegenbesuch ist im September vorgesehen. Bereits im April gastiert der Kórniker Chor Castellum Cantans im Taunus. Am Dienstag, 29. April gibt er ein Konzert in der Marienkirche.
An Pfingsten wird eine Delegation aus Kórnik am 40-jährigen Jubiläum des Partnerschaftsvereins Falkenstein - Le Mêle teilnehmen. "Etwas ganz Neues steht Ende Mai auf dem Programm", berichtet Schwope begeistert. Von Donnerstag, 22. Mai, bis Montag, 26. Mai, besuchen die Mannschaften der C- und D-Jugend der Sportgemeinschaft Blau-Weiß Schneidhain Kórnik. Unter anderem ist ein Trainingscamp mit den Jugendmannschaften des dortigen Sportvereins geplant.
Schwope sieht in der Aktion den Versuch, die Beziehungen zwischen den Königsteiner und den Kórniker Vereinen zu vertiefen. Auch andere Organisationen wolle der Partnerschaftsverein zukünftig stärker in die Städtepartnerschaft einbeziehen. "Von polnischer Seite besteht zum Beispiel großes Interesse am Kontakt zu unserer Freiwilligen Feuerwehr", weiß Schwope. Der volle Terminkalender der Königsteiner Brandbekämpfer lasse eine Zusammenkunft im Moment jedoch noch nicht zu.
"Der Höhepunkt des Jahres ist für uns das Fest der Weißen Dame in Kórnik", erzählt Schwope. Von Freitag, 23. Mai, bis Samstag, 31. Mai, besucht eine Delegation aus Königstein das historische Fest rund um das Kórniker Schloss. Das Fest der Weißen Dame hat in der westpolnischen Stadt eine lange Tradition. Dass eine der örtlichen Schönheiten während der Feierlichkeiten in die Rolle der sagenumwobenen Gestalt (siehe Kasten) schlüpft, ist jedoch erst seit einigen Jahren der Fall.
"Dem Kórniker Bürgermeister hat das Königsteiner Burgfräulein so gut gefallen, da hat er sich die Idee einfach abgeschaut", betont Schwope schmunzelnd. Dem Festbesuch schließt sich eine Studienfahrt an. Nachdem im vergangenen Jahr der Norden Polens auf dem Programm stand, wird mit den Städten Lodz, Lublin und Warschau in diesem Jahr der Südwesten der polnischen Republik erkundet. Gefeiert wird dann wieder im August: "Unsere polnischen Freunde sind wie jedes Jahr beim Burgfest zu Gast", so Schwope. "Das gefällt denen unheimlich gut."
Eine weitere Studienreise ist für Oktober geplant: Deutsche und Polen fahren gemeinsam nach Brüssel. Die Gruppe wird dort unter anderem das Europäische Parlament besuchen. Ebenfalls im Oktober werden sich die Königsteiner nach Frankfurt aufmachen. Beim Frankfurt Marathon am 26. Oktober gilt es, Läufer aus Kórnik und Posen anzufeuern.
Das Jahresprogramm des Partnerschaftsvereins endet mit der Teilnahme am Königsteiner Weihnachtsmarkt. "Auch dieses Jahr werden wir dort wieder polnische Spezialitäten anbieten", ist sich Schwope sicher.


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Taunus-Zeitung vom 30.1.2008

Taunus-Zeitung vom 19.2.2008:

Im Mai nach Polen reisen


Königstein. Der Partnerschaftsverein Königstein-Kórnik reist vom 23. bis 31. Mai wieder nach Polen. Der Aufenthalt beginnt mit der Teilnahme am Fest der Weißen Dame in der Partnerstadt. Es besteht die Gelegenheit, die Messestadt Posen zu besuchen. Weiter geht die Fahrt über Lodz und Lublin, jeweils mit einer Übernachtung, nach Warschau. Dort werden innerhalb von drei Tagen die wichtigsten architektonischen und kulturgeschichtlichen Zeugnisse besichtigt. Auch eine Fahrt in die Umgebung, unter anderem zum Geburtsort Chopins, ist geplant. Wer mitfahren will, kann sich bis kommenden Sonntag beim Vorsitzenden Klaus Schwope unter Telefon (0 61 74) 49 97 anmelden. (ika)



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Taunus-Zeitung vom 26.4.2008

Taunus-Zeitung vom 26.4.2008:

Wohlklingender Besuch aus Kórnik


Königstein. Sie sind zwar eigentlich nur "auf der Durchreise". Doch das natürlich nicht ohne einen kurzen Halt in der Partnerstadt im Taunus einzulegen. Der Chor Castellum Cantans aus der polnischen Partnerstadt Kórnik gastiert am Dienstag in der katholischen Kirche St. Marien. Nach einer Gastspielreise durch die Niederlande an diesem Wochenende trifft der Chor mit seinem Dirigenten Marek Gandecki am Montag in der Kurstadt ein.

Damit wird sich der polnische Chor bereits zum zweiten Mal dem Königsteiner Publikum präsentieren. Erstmalig gastierte Castellum Cantans vor drei Jahren in der voll besetzten Kirche von St. Marien und begeisterte die Zuhörer durch seine Frische und präzise Ausdruckskraft. "Seit der Gründung des Chores vor acht Jahren legt der Dirigent einen großen Wert auf Qualität. Neue mögliche Mitglieder müssen sogar vorsingen, bevor sie in den Chor aufgenommen werden", weiß Klaus Schwope, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins der Städte Königstein und Kórnik. Dadurch stoßen immer wieder neue junge Mitglieder zum Chor, der bereits weit über die Grenzen Kórniks hinaus bekannt ist. Das hohe Niveau und die Professionalität des Chores zeigen sich auch darin, dass die Sänger nur wenige Stunden nach der Ankunft in Königstein am Montag ein erstes Konzert in der KVB-Klinik geben werden.

Höhepunkt ihres Aufenthalts wird allerdings das große Konzert am Dienstag um 19.30 Uhr in St. Marien sein. Auf dem Programm stehen geistliche und weltliche Werke polnischer und deutscher Komponisten. Nach dem Konzert wird es auch Möglichkeiten zur Begegnung mit den Partnerstädtern geben. "Wie bereits beim vergangenen Konzert werden wir auch dieses Mal anschließend im Haus der Begegnung zusammensitzen und feiern", berichtet Schwope. Ob es an diesem Abend auch so lustig wird wie vor drei Jahren, als zu später Stunde spontan gemeinsam gesungen wurde?

Gern würden die Mitglieder des Partnerschaftsvereins die Sänger am Dienstagmittag auch zu einer kurzen Rundfahrt durch den Taunus einladen, doch ob dies angesichts der Vorbereitung auf das Konzert möglich ist, kann Schwope noch nicht sagen. Der Besuch von Castellum Cantans verdeutlicht einmal mehr die lebendige Partnerschaft zwischen Königstein und Kórnik. Zwar wird dies die erste Begegnung in diesem Jahr sein, doch weitere Treffen schließen sich sehr schnell an. Im Rahmen des Europatags am 9. Mai in Königstein wird eine Delegation aus Polen erwartet und auch beim Festakt anlässlich der 40-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Falkenstein und dem französischen Le Mêle am 10. Mai werden die Gäste aus Osteuropa dabei sein.

Die Königsteiner ihrerseits brechen am 23. Mai zu einem einwöchigen Aufenthalt nach Kórnik zum "Fest der weißen Dame" auf. Mit dabei werden auch Bürgermeister Leonhard Helm (CDU) sowie Burgfräulein Bettina II. sein.

"In den Sommermonaten schließt sich meist eine Begegnung an die andere an. Schließlich erwarten wir auch einige Besucher aus Kórnik zu unserem Burgfest. Toll, dass unsere Städtepartnerschaft so lebendig und vielseitig ist", freut sich Schwope. (shs)



Taunus-Zeitung vom 08.05.2008

Taunus-Zeitung vom 08.05.2008:

Freundschaft klingt in allen Sprachen


Der Chor "Castellum Cantans" aus Kórnik begeisterte beim Gastspiel in der Kurstadt. Foto: Königstein. Musik ist eine eigene Sprache, die auch ohne Fremdsprachenkenntnis überall gut zu verstehen ist. Das zeigt sich beispielsweise, wenn ein Chor, von einem Auftritt in Holland kommend, mit polnischen und lateinischen Liedern ein deutsches Publikum begeistert. Die Reaktion der Zuhörer auf den Auftritt des polnischen Chors "Castellum Cantans" aus der Königsteiner Partnerstadt Kórnik war ebenfalls international verständlich: Über 5 Minuten lang stand das Publikum und spendete reichlich Applaus für die 23 Sängerinnen und Sänger des gemischten Chors, der unlängst in der Königsteiner Marien-Kirche auftrat.

Zum zweiten mal nach 2005 gastierte das Ensemble "Castellum Cantans" in der Kurstadt. Wie beim ersten Mal folgten die Sänger auch dieses Mal einer Einladung des Partnerschaftsvereins um dessen Vorsitzenden, Klaus Schwope. Trotz der gesanglichen Qualität war das Konzert nicht so gut besucht wie das vorherige im Jahr 2005. Schwope zeigte sich leicht enttäuscht, dass nur knapp 70 Zuhörer in die Kirche gekommen waren. "Sicher, in diese Zeit fallen viele Veranstaltungen, aber wir mussten den Termin nehmen, da die Fahrt nach Holland schon terminiert war."

Die Zuhörer konnten sich während des einstündigen Konzertes davon überzeugen, dass Chorleiter Marek Gandecki seit der Gründung des Ensembles 1999 gute Arbeit geleistet hat. Zunächst wählte er getragene geistliche Stücke, bei denen vor allem die tiefen Stimmen der Sänger besonders zur Geltung kommen.

Werke von Christopher Tye und Waclaw z Szamotul aus dem 16. Jahrhundert erzeugten eine feierliche Atmosphäre, die von der dezenten Beleuchtung des Gotteshauses - im Altarraum waren die Kerzen angezündet - noch verstärkt wurde. Im zweiten Teil wurde dann volkstümlich-slawischer Gesang geboten. Das altpolnische Lied "Sluzylemja tobie" - Ich will für dich da sein - wurde von den Gästen euphorisch beklatscht. Zwischenzeitlich sang Gandecki mit drei Chormitgliedern im Quartett. Die überzeugende Darbietung des englischen Klassikers "Goodbye Sweetheart" riss die Zuhörer dann von ihren Sitzen. Rhythmisch klatschten sie zum Auszug des Chors aus der Kirche. Wann der Chor wieder nach Königstein kommt, ist nicht sicher, doch Klaus Schwope will alles dafür tun, dass nicht zu viel Zeit bis dahin vergeht. "Sicher werden wir es nicht schaffen bei den weiten Wegen, ein jährliches Konzert zu organisieren, aber das Interesse ist auf jeden Fall da."

Besonders freut ihn die Entwicklung des Ensembles seit dem ersten Auftritt 2005. "Der Chor hat sich in den vergangenen drei Jahren qualitativ verbessert und verjüngt." Auch Bürgermeister Leonard Helm (CDU) war vom Auftritt der Polen in der Kirche beeindruckt. Nach dem gelungenen Konzert ging es dann zum gemeinsamen Abendessen, bevor der Chor am nächsten Tag die Heimreise nach Kórnik antrat. (hko)


Taunus-Zeitung vom 28.01.2009

Taunus-Zeitung vom 28.01.2009:

Die Freundschaft steht wie eine Burg


Von Sabine Henrichs
Königstein. Seit seiner Gründung im August 2004 ist der Partnerschaftsverein Königstein-Kórnik stetig gewachsen. Im vergangenen Jahr konnten drei Interessierte dazugewonnen werden, so dass sich derzeit rund 50 Mitglieder engagieren.

In diesem Jahr versucht der Verein mit zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen, weitere Mitglieder zu gewinnen. Dafür hat der Vorstand rund um den Vorsitzenden Klaus Schwope bereits ein Jahresprogramm gestaltet, das die Lebendigkeit der Städtepartnerschaft aufzeigt. Zu einem Besuch nach Kórnik fährt eine Delegation aus dem Taunus vom 22. bis 29. Mai. Anlass ist das dortige «Fest der Weißen Dame», das über ein Wochenende im Schloss, dem Wahrzeichen von Kórnik, gefeiert wird. «Das Fest hat mittlerweile Züge des Burgfests angenommen. Seit zwei Jahren wird eine "Weiße Dame" gekürt, die die Stadt repräsentiert», berichtet Schwope. Außer Vereinsmitgliedern und weiteren Interessierten hofft der Vorsitzende, auch das derzeit amtierende Burgfräulein für diese Reise begeistern zu können.

Im Anschluss an das Fest unternehmen die Königsteiner eine Studienfahrt «Auf den Spuren Eichendorffs». Dabei sollen unter anderem die Geburtsstadt des Lyrikers sowie seine Sterbestätte in Neiße besucht werden. Der Gegenbesuch aus Polen wird zum Königsteiner Burgfest vom 11. bis 13. Juli erwartet.

Insgesamt vier Kinder aus Kórnik im Alter zwischen 12 und 14 Jahren sollen zum Ferienlager in die Pfalz eingeladen werden. Dieser zweiwöchige Aufenthalt wird von der Stadt und dem Partnerschaftsverein gesponsert.

Für Oktober lädt der Verein zu einer Reise nach Brüssel ein. Dort wird auch eine kleine Gruppe aus Polen zu den Reisenden stoßen. «Durch unsere Aktivitäten möchten wir den Kontakt zu unseren Freunden aus Kórnik weiter intensivieren», betont Schwope.

Aus diesem Grund hofft der Vorsitzende auch, dass der Schüleraustausch zwischen dem Taunusgymnasium und dem Lyzeum in Kórnik in diesem Jahr wieder in Gang kommt. Im vergangenen Jahr hatte die polnische Schule keine geeignete Lehrkraft gefunden, die die Schüler begleiten konnte. Weiterhin ist ein Fußballturnier mit der Jugend von Blau-Weiß Schneidhain und Mannschaften aus Kórnik geplant.

In der zweiten Jahreshälfte steht die Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen an. «Es ist immer schwer, neue Freiwillige für die Vorstandsarbeit zu gewinnen. Aus diesem Grund hoffe ich, dass sich meine Vorstandskollegen für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung stellen», so Schwope.

Weitere Infos zum Partnerschaftsverein gibt es im Internet auf der Homepage http://www.koenigstein-kornik.de.




Taunus-Zeitung vom 05.02.2009

Taunus-Zeitung vom 05.02.2009:

Reise nach Kórnik und Schlesien


Königstein. Der Partnerschaftsverein Königstein-Kórnik wird auch in diesem Jahr in die westpolnische Partnerstadt reisen, um gemeinsam mit den Freunden dort das Fest der "Weißen Dame" zu feiern.

Los geht die Fahrt zu den Nachbarn am 22. Mai, die Rückkehr ist für den 29. Mai vorgesehen. Auf der Rückreise werden die Königsteiner mehrmals in Schlesien Station machen, um unter anderem die Eichendorff-Stadt Neiße zu besuchen, die auch wegen ihrer Kirchen und Paläste Schlesisches Rom genannt wird. Weiter geht die Fahrt über Schweidnitz mit der größten Holzkirche Europas, der Friedenskirche, in Richtung des Touristenzentrums Karpacz, dem früheren Krummhübel. Von dort aus werden Exkursionen zum Barockkloster Grüssau, nach Hirchberg und Agnetsendorf, dem Ort, an dem Gerhard Hauptmann einige Jahre gelebt hat, unternommen.

Selbstverständlich darf eine Bergtour auf den höchsten Gipfel des Riesengebirges, die Schneekoppe ebenso wenig fehlen, wie die Besichtigung der hölzernen Stabkirche Wang.

Wer sich den Reisenden anschließen möchte, kann sich bei Vereinschef Klaus Schwope, Telefon (0 61 74) 49 97, anmelden und informieren.red


Taunus-Zeitung vom 25. Januar 2013

Taunus-Zeitung vom 25. Januar 2013:

Polnische Freunde kommen zum Jubiläum

Voneinander lernen, miteinander feiern - so könnte das Motto des Partnerschaftsvereins der Städte Königstein - Kórnik in diesem Jahr lauten.

Königstein. Etwas mehr als acht Jahre ist es jetzt her, dass der damalige Bürgermeister Königsteins, Siegfried Fricke (CDU), seine grundsätzliche Bereitschaft zu einer offiziellen Städtepartnerschaft mit der westpolnischen Kleinstadt äußerte. Damals klang das so: "Die Verbindung zu Kórnik muss von den Bürgern gewollt und getragen werden. Wenn das läuft, werden wir uns seitens der Stadt sicher nicht verschließen." Die Verträge wurden kein Jahr später unterschrieben, und heute kann man sagen: Es läuft, vielleicht besser denn je.

Ausdruck der Freundschaft sind vor allem die gegenseitigen Besuche. Und davon stehen in diesem Jahr gleich mehrere auf dem Programm, berichtet Klaus Schwope, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins. Den Anfang machen Schüler aus dem Gymnasium in Kórnik, die vom 6. bis 9. Mai in der Kurstadt erwartet werden. Schüler des Taunusgymnasiums waren im vergangenen Jahr mit einer Delegation nach Polen gereist und haben nun zum Gegenbesuch eingeladen. Die Gäste werden privat bei Familien untergebracht und auch am Schulunterricht teilnehmen.


Gespräche schon geführt

Eine formelle Schulpartnerschaft besteht zwar nicht, doch das könnte sich bald ändern. Gespräche seien bereits geführt worden, doch die weitere Entwicklung bleibe den Schulen überlassen. Schwope: "Wir haben das angestoßen, aber wenn es läuft, halten wir uns raus." Bei der Begrüßung der Gäste will der Verein aber natürlich dabei sein.

Zwei Tage nach der Abreise der Schüler, am Samstag, 11. Mai, feiert der Hochtaunuskreis den Europatag, der dieses Jahr in Friedrichsdorf stattfindet. Ende des Monats, vom 24. bis 31. Mai, geht es dann auf Reise in die Partnerstadt. Ein Wochenende lang lässt sich dort die "Weiße Dame", so etwas wie das polnische Pendant zum Burgfräulein, feiern. Rund 20 bis 25 Königsteiner, darunter auch "Amtskollegin" Lisa I., werden ihr ihre Aufwartung machen. In den folgenden Tagen schließt sich eine Studienreise nach Warschau inklusive eines Empfangs in der deutschen Botschaft und einer Führung durch das polnische Parlament an, bevor es am 31. Mai mit dem Flugzeug zurück in die Heimat geht. Wer mitfahren möchte, meldet sich so bald wie möglich bei Klaus Schwope unter (0 61 74) 49 97 oder per E-Mail an Klaus.Schwope@t-online.de. Gäste sind willkommen.

Zum Burgfest vom 23. bis 26. August reisen die polnischen Freunde mit einer besonders großen Delegation an, um 700 Jahre Königsteiner Stadtrecht zu feiern. Neben Bürgermeister Jerzy Lechnerowski hätten unter anderem bereits mehrere Stadtparlamentarier, die Schützen und der Kinderchor Tutti Sancti mit insgesamt 19 Sängern plus Begleitung ihren Besuch angekündigt, freut sich der Vorsitzende. An diesem Wochenende findet auch das Sommerfest des Vereins statt. Auch ist eine dreitägige Studienreise nach Wien geplant, für die jedoch noch kein Termin feststeht.


Gewisse Routine

Bei der Jahreshauptversammlung am 27. März stehen Vorstandswahlen an. Am 27. März ist es soweit, doch große Herausforderungen oder gar unlösbare Aufgaben sieht Schwope nicht: "Vor allem der Transport der Stände und ihre Besetzung, beispielsweise beim Europatag oder dem Weihnachtsmarkt, sind etwas schwieriger zu organisieren. Aber durch unsere kontinuierliche Vereinsarbeit und die Mithilfe der Mitglieder haben wir darin schon eine gewisse Routine." (dsc)


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